Trotz gescheiterter Firmenwagen-Steuer

Trotz gescheiterter Firmenwagen-Steuer

— 26.05.2003

BMW-Geschäftskunden zaudern

Der Münchener Autobauer BMW beklagt die fehlende Investitionsbereitschaft der Firmenwagen-Käufer.

"Im Moment ist in Deutschland einfach kein Vertrauen da", seufzt Stefan Krause. Der BMW-Finanzchef meint damit die Geschäftskunden, die sich nach wie vor in Zurückhaltung üben. Dabei müsste es eigentlich wieder aufwärts gehen – zumal die von Rot-Grün angedachte Erhöhung der Firmenwagensteuer unlängst gescheitert ist.

Der BMW-Mann kann es sich nur so erklären: Die Kunden wüssten zwar, dass eine höhere Firmenwagen-Besteuerung vom Tisch sei, hielten sich mit Investitionen angesichts ständig neuer Steuerdiskussionen aber weiter zurück. "Dass die Leute derzeit keine großen Investitionsentscheidungen in solche Güter treffen, ist logisch", räumt Krause ein. "Der Bedarf an Fahrzeugen ist allerdings vorhanden." Das zeigen auch die Zulassungszahlen im April: Die Mercedes-Benz E-Klasse liegt auf Rang drei.

Die Konzernprognose für 2003 bekräftigte Krause und versicherte – wie jüngst auch BMW-Chef Helmut Panke – erneut, der Euro-Höhenflug werde sich nicht negativ auswirken. Das Ergebnis 2003 sei komplett gegen Währungseffekte abgesichert, für 2004 liege man derzeit bei zwei Dritteln. "Wir liegen in unserem Plan, was die Ziele für dieses Jahr angeht", sagte der Manager. Der Absatz solle in allen Marken die Rekordwerte des Vorjahres übertreffen, das Konzernergebnis das Vorjahresniveau erreichen.

Wegen des bevorstehenden Wechsels beim 5er-Modell und der Kosten für andere neue Baureihen hat BMW zuletzt in seiner Kernmarke deutliche Absatzeinbußen verzeichnet und im ersten Quartal einen Gewinnrückgang vor Steuern von fast 18 Prozent verbucht.

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