Trotz wachsender Erlöse droht die Pleite

Trotz wachsender Erlöse droht die Pleite

— 17.01.2006

Eurotunnel bleibt ein Krisenfall

Die Einnahmen des Betreiberunternehmens sind zwar leicht gestiegen, doch ohne Umschuldung droht bis Ende des Monats der Bankrott.

Eurotunnel, des hochverschuldete Betreiber des Tunnels unter dem Ärmelkanal, hat für das vergangene Jahr leicht gestiegene Einnahmen vermeldet. Der Gesamtumsatz erhöhte sich um ein halbes Prozent auf 793 Millionen Euro. Das britisch-französische Unternehmen kämpft ums Überleben. Konzernchef Jacques Gounon schaffte es bisher nicht, mit den Gläubigern eine Umschulung auszuhandeln. Dazu ist noch bis Ende des Monats Zeit.

Eurotunnel steht mit neun Milliarden Euro in der Kreide. Wann das Unternehmen seine Finanzergebnisse für 2005 vorlegen will, ist noch offen. Erstmals seit drei Jahren stiegen die Einnahmen aus den von Eurotunnel selbst betriebenen Shuttle-Zügen um 3,6 Prozent auf 433 Millionen Euro. Dies war auf eine höhere Zahl transportierter Lastwagen und gestiegene Gebühren zurückzuführen. Bei den Passagier-Shuttles war das Aufkommen dagegen rückläufig. Die daneben eingenommenen Durchfahrtgebühren von fremden Eisenbahngesellschaften blieben unverändert bei 344 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiter sank seit Ende 2004 um 615 auf 2590.

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