TÜV-Untersuchung

TÜV-Fusion geplant

— 13.02.2008

Elefantenhochzeit der Prüfer

Auf der Suche nach einer neuen "Braut" ist der TÜV Süd schnell fündig geworden: Die Münchener wollen mit dem TÜV Rheinland fusionieren. Damit entsteht der zweitgrößte Prüfkonzern weltweit.

Deutschland steht vor einer echten Elefantenhochzeit: Die größte deutsche technische Überwachungsorganisation TÜV Süd und die Nummer zwei, TÜV Rheinland, wollen sich zusammenschließen. Details sollen auf einer für heute (13. Februar 2008) einberufenen Pressekonferenz bekannt gegeben werden. Erst vor wenigen Monaten strebte der TÜV Süd eine Fusion mit dem TÜV Nord an, die Verhandlungen scheiterten in letzter Minute wegen kartellrechtlicher Bedenken und weil der Nord-TÜV Integrationsprobleme befürchtete. Die Kartellbehörden könnten nun auch die Fusionsspläne der beiden größten deutschen TÜV-Organisationen zum Scheitern bringen. Immerhin entstünde der zweitgrößte Prüfkonzern weltweit mit 24.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 2,2 Milliarden Euro. Die Nummer eins ist die Schweizer SGS.



Hintergrund der Fusionsbestrebungen ist die Liberalisierung des Prüfmarktes zu Beginn dieses Jahres. In Bereichen wie der Produkt- oder Managementzertifizierung müssen die deutschen Unternehmen gegen internationale Konkurrenz wie SGS, Dekra oder Bureau Veritas antreten, um sich einen Teil der wachsenden Umsatzsegmente zu sichern. Und in Deutschland müssen sich die heimischen Prüfer der auf den Markt strebenden Konkurrenz erwehren.

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