Mitsubishi i-MiEV

TÜV Süd-Umfrage zu E-Autos

— 13.04.2010

E-Autos: Werkstattpersonal kaum geschult

38 Prozent der vom TÜV befragten Werkstätten und Autohäuser wollen sich erst in einigen Jahren mit E-Autos befassen. Das Personal unterschätzt derweil die Gefahren der Hochvolt-Technologie.

Elektoautos sind nicht nur für die meisten Käufer, sondern auch für viele Werkstätten und Autohäuser noch Zukunftsmusik. Das ist ein Ergebnis einer Studie zur Elektromobilität, die der TÜV Süd im Rahmen der AMI Leipzig 2010 vorgestellt hat. Die Kernfrage der Untersuchung unter 311 Werkstätten und Autohäusern: Wie gut ist die Branche auf die E-Mobilität vorbereitet? Antwort: geht so bis schlecht. Immerhin: 60 Prozenten der Befragten sehen im Elektroauto eine Chance für ihren Betrieb. 26 Prozent hegen aber die Befürchtung, dass sich die neue Technologie negativ aufs Geschäft auswirken könnte. Vor allem vor weniger werdenden Verschleißteilen und größeren Wartungsintervallen gruseln sich die Befragten. Aber auch die nötige Schulungsintensität der Mitarbeiter scheint ein Problem zu sein.

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Nur 14 Prozent der Werkstätten haben ihre Mitarbeiter bisher entsprechend weitergebildet, mehr als 80 Prozent der Techniker und Mechatroniker haben bislang keine Erfahrung mit Hybridwagen. Gefährliches Unwissen: Über 22 Prozent würden Hybrid und Co. auch ohne spezielle Kenntnisse reparieren. Die Gefahren der Hochvolt-Technologie werden unterschätzt. Immerhin 12 Prozent sind sich des Risikos eines möglichen Stromschlags bewusst, 14 Prozent haben Batteriebrände als Gefahrenquelle ausgemacht. Satte 87 Prozent aber halten die Stromer für weniger gefährlich als deren Verbrenner-Kollegen. Häufigste Begründung: Das E-Auto hat keinen Kraftstofftank.

Die Betriebe scheint das nicht zu stören. Nur 12 Prozent glauben, sich jetzt schon mit dem Themenkomplex E-Auto auseinandersetzen zu müssen. 32 Prozent wollen sich die Sache in frühestens zwei Jahren mal genauer ansehen. Erstaunliche 38 Prozent meinen gar, dass eine Beschäftigung mit dem Thema erst in fünf bis zehn Jahren nötig sein wird. Angesichts der bereits sehr realen Hybridautos könnte das ein betriebswirtschaftlicher und gesundheitsgefährdender Fehler sein.

Autor: Stephanie Kriebel

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