Tuning für und mit RX-8 und 350Z

Mazda-Speed RX-8

Tuning für und mit RX-8 und 350Z

— 17.06.2004

Sportliches in Japan

Es gibt Neuigkeiten aus den Tuning-Abteilungen von Mazda und Nissan. Leider sind dieser RX-8 und der Stagea nur in Japan zu haben.

RX8: Extrem präzise durch schnelle Kurven

Kaum hat sich der RX-8 etabliert, frischt die Mazda-eigene Tuningabteilung Mazda-Speed in Japan den Wankel-Wagen mit den Selbstmördertüren auf. So ist der Mazda-Speed RX-8 ein bisschen steifer geworden, weil sich doch nicht wenige sensible japanische Fahrer daran gestört haben, dass sich der Wagen wegen fehlender B-Säulen verwindet. Der Eingriff tut sowohl Lenkung als auch Federung gut: Der RX-8 lässt sich nun extrem präzise auch durch schnell gefahrene Kurven zirkeln, in der Stadt bleibt genug Federungskomfort.

Die Bremsanlage wurde ebenfalls leicht modifiziert. Der 231 PS starke Wankelmotor ist zum Tunen nicht geeignet – daran haben sich bereits verschiedene japanische Veredler die Zähne ausgebissen. So hat auch Mazda-Speed den Motor nicht angerührt, aber ein paar Aggregate unter der Haube weiterentwickelt: zum Beispiel die Schwungscheibe leichter gemacht, die Auspuffanlage modifiziert, besondere Zündkerzen installiert, zwei Ölkühler zusätzlich eingebaut und die Elektronik modernisiert. Das Ergebnis: leichterer Motorlauf und deutlich besseres Ansprechverhalten.

Die Formen der zusätzlichen Anbauteile hat Mazda auch keinem Fremden überlassen: RX-8-Chefdesigner Ikuo Maeda hat sie höchstselbst gestylt. Nun sieht der RX-8 etwas aggressiver aus. Der Heckspoiler ist einstellbar, der Diffusor unterstreicht den Sportwagenanspruch. Die Auflage des RX-8-Sondermodells beträgt nur 300 Stück. Noch betrüblicher ist, dass es den Ausnahmesportler nur in Japan gibt und jedes Auto bereits zum Preis von umgerechnet 27.500 Euro verkauft ist. Die gute Nachricht: Mazdas Anbauteile sollen bald in Europa zum Nachrüsten verkauft werden – wir sind gespannt.

Stagea 350S: Motor aus dem 350Z

Auch Nissans Spezial-Abteilung Autech ist fleißig: Aus der werkseigenen Tuning- Ecke stammt der Stagea 350S. Basierend auf der FM-Plattform, die sonst unter den Edel-Nissan Infiniti steckt, ist der Wagen als sportlicher Kombi ausgelegt. Den Stagea treibt der gleiche 280-PS-Motor an, der auch im 350Z steckt: ein weit zur Mitte gerückter 3,5 Liter großer, vorn eingebauter V6, gekoppelt mit einer Sechsgangschaltung und Hinterradantrieb.

Die Karosserie wurde extra aggressiv gestylt, um sich vom Serienwagen abzusetzen – die Japaner lieben das. Der Innenraum hält sich ans Design des neuen Skyline (Limousine und Coupé): sehr gute, zweifarbige Ledersitze, in der Mittelkonsole befinden sich die Mehrzonen-Klimaautomatik und die Bedienung für die extrem starke Bose-Musikanlage. Der 350S besitzt einen speziellen Auspuff, der die sportliche Natur der großen japanischen Maschine zum Tragen bringt: angenehmes Blubbern beim Langsamfahren, kräftiges Brüllen bei mehr als 5000 Umdrehungen.

Das Fahrwerk wurde gegenüber dem Serien-Stagea überarbeitet, der 350S liegt 20 Millimeter tiefer. Mit abgeschalteter Traktionskonstrolle kann Stageas 350S schön quer gefahren werden. Kurz: Der richtige Wagen für Familienväter, die auch mal ihren Spaß haben wollen. Der Wagen kostet umgerechnet knapp 30.000 Euro. Wer's ausprobieren will: Ab nach Japan – bei uns wird er von Nissan leider nicht angeboten.

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