Tuning World 2012: Die Profis

Tuning World 2012: Die Hersteller

— 28.04.2012

Alles nur Show

Die großen Autohersteller und XXL-Tuner haben auf der Tuning World Bodensee 2012 in Halle B5 Quartier bezogen. Image polieren statt Umsatz machen, lautet die Devise. Wir zeigen, was die Profis zeigen.

Understatement sei ihm wichtig, betont Michael Seigner. "Ich sitze ja meistens im Auto!". Damit erklärt der Skoda-Fan, warum er über 60.000 Euro in seinen Superb 1.8 TSI gesteckt hat. Entsprechend edel geht's im Interieur zu: Maybach-Fußmatten aus feinem Velours, jede Menge Strasssteinchen von Swarovski und ein Champagnerkühler sind an Bord. "Allein das Multimediasystem hat mich 40.000 Euro gekostet", gibt Seigner zu Protokoll. Die Tschechen-Limousine leistet außerdem 246 statt der 160 Serien-PS. Modifizierte Lader machen's möglich. Das gefällt nicht nur Tuning-Fans, sondern auch dem tschechischen Autobauer aus dem VW-Konzern. Skoda hat den 100.000-Euro-Superb in einem VW-Szenemagazin entdeckt und zeigt ihn auf der Tuning World Bodensee 2012.

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Video: Tuning World Bodensee 2012

Impressionen

Die Tschechen präsentieren sich neben BMW und prominenten Profi-Tunern in Halle B5. Das Ziel der VW-Tochter? Klar, eine Image-Politur. Skoda ist solide, sicher. Aber sportlich und jugendlich? Noch nicht. BMW hat selbst genug Kracher im Programm und schleppt allerhand sportliches Zubehör in den Süden – von der Carbon-Spoilerlippe für den M3 bis zu den kultigen M-Seitenstreifen für den 1er. Und wer genauer hinsieht, der kann sie noch finden, die Tuning-Autos für den Normalverdiener. Zum Beispiel bei Elia. Da steht der Darkster, ein individualisierter Dacia Duster, auf dem Messestand.

Ganz frisch und richtig lecker, erst mal rein optisch: Beetle Turbo von JE Design.

Hamann, Schnitzer und Co. machen in Friedrichshafen keinen Umsatz – die Boliden der Tuning-Größen sind für den Standard-Bodensee-Besucher schlicht zu teuer. Die Präsenz der PS-Profis ist viel mehr ein Bonbon für die große Fangemeinde, die kollektiv ihre Smartphones zückt. "Geile Karre, lass mal ein Foto machen!" Das Kerngeschäft der Exklusiv-Veredler findet dagegen längst im Nahen Osten statt. Dort finden Autos wie der Hamann Hawk, der früher mal ein Mercedes SLS war, rasenden Absatz. Umgerechnet 380.000 Euro zahlen die Scheichs für so einen Flügeltürer Carbonara. Understatement ist dort gerade nicht angesagt.


Autor: Lukas Hambrecht

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