Ford Edge Sport

Twitter-Dienst im Auto

— 27.01.2010

Ford bringt Autos das Zwitschern bei

Ford bringt den Nachrichtendienst Twitter ins Cockpit: Ford Edge und Ford Focus sollen bald Twitter-Nachrichten vorlesen können. Das System wurde auf der CES 2010 in Las Vegas vorgestellt.

Auf der Consumer Electronics Show 2010 (CES) in Las Vegas hat Ford eine Rundum-Erneuerung seiner Modellpalette und den Vorstoß ins Multimedia-Zeitalter angekündigt. Die US-Modelle Ford Edge und Focus sollen per WLAN und UMTS-Modem online-tauglich werden. Neben dem Nachrichtendienst Twitter (engl. to twitter: zwitschern) sollen die Fahrzeuge Musik aus dem Internet streamen können. Die Bedienung: ganz einfach per Touchscreen. Ford-Chef Alan Mulally kündigte an, dass die Autos sogar in der Lage sein sollen, dem Fahrer Twitter-Nachrichten vorzulesen. Dank Sprachsteuerung soll selbst die Beantwortung der Kurztexte hinter dem Steuer möglich sein.

Mehr Zukunftsmusik: iPhone steuert Auto

Das US-Modell Ford Edge und der neue Focus sollen künftig Twitter-Nachrichten vorlesen können.

Sicherheitsexperten sehen das kritisch. Sie warnen vor der Gefahr durch zu viel Ablenkung für die Fahrer. "Grundsätzlich sind alle Aktivitäten, die den Fahrer im Auto ablenken, nicht zielführend", sagt Ursula Messner, Sprecherin des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV). Dies sei sowohl bei Handy-Telefonaten als auch beim Hantieren mit Gegenständen der Fall. Sie hält es für fraglich, ob Twittern hinter dem Steuer notwendig sei. "Völlig realtitätsfern", sagt Ford dazu. Autofahrer würden ohnehin Telefongespräche führen, SMS schreiben und sich auf Navigationsgeräte und Straßenkarten konzentrieren. Das neue Multimedia-Angebot würde durch seine einfache Bedienung gerade für weniger Ablenkung sorgen. Die Internet-Ford sollen in den kommenden 18 Monaten in den USA auf den Markt kommen. Wann europäische Ford-Fahrer während der Fahrt twittern können, steht noch nicht fest.
Leif Rohwedder

Leif Rohwedder

Fazit

Was erwarten Sie von Ihrem Auto? Es soll zuverlässig und sparsam sein, nett aussehen und gut fahren. Künftig dreht Ihr Gefährt noch in anderen Disziplinen groß auf: Es wird zum rollenden Computer, zum Dreh- und Angelpunkt Ihrer sozialen Netzwerke – wo Facebook und Co zusammenlaufen. So jedenfalls stellen es sich Strategen von Ford vor. "Unser Ziel ist die Führungsrolle bei Social Media", verkündet Scott Monty, Vize-Marketingchef in Europa. Ab Herbst, so ist es geplant, verliest eine Frauenstimme im Cockpit Twitter-Mitteilungen. Oje, was für ein schlimmes Gestammel wohl dabei herauskommt! Viele der Beiträge bestehen aus Abkürzungen und Links. Und antworten kann man auch nicht. Twittern macht Spaß – am PC und per Handy. Ein Auto muss nicht twittern können. Schließlich baut Apple auch keine Räder ans iPhone.

Autor: Stefan Voswinkel

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