Kfz-Versicherung: Typklassen 2011

Typklassen 2019 in der Kfz-Versicherung

Jedes siebte Auto teurer!

Die neuen Typklassen für 2019 sind da: Für jeden siebten Autofahrer könnte die Kfz-Versicherung bald teurer werden. Die Infos!
Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die Typklassen für 2019 herausgegeben. Sie spiegeln den Versicherern das Schadenrisiko eines Autos wider. Die Typklasse eines Fahrzeugs entscheidet mit darüber, wie hoch die Kosten für die Kfz-Versicherung ausfallen. Dementsprechend fallen für Autos mit hoher Typklasse höhere Versicherungsbeiträge an als für Fahrzeuge mit einer niedrigen Typklasse. Für insgesamt elf Millionen Autofahrer ändert sich 2019 die Einstufung. Jeder siebte Versicherte muss mit einer Erhöhung des Versicherungsbeitrags wegen einer schlechteren Typklasse rechnen – insgesamt 5,7 Millionen (14 Prozent) Autofahrer sind betroffen. Rund 5,4 Millionen (13 Prozent) Autofahrer bekommen im Vergleich zum Vorjahr eine bessere Typklasse.

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Typklassen 2019: Wenige Ausreißer mit großen Veränderungen

Der Seat Ateca (1.4 TSI) verbessert sich gleich um zwei Typklassen. Die Kfz-Versicherung könnte günstiger werden.

Ausreißer, die sich um mehrere Typklassen verbessern oder verschlechtern, gibt es laut GDV nur einige wenige. So werden zum Beispiel der VW Tiguan (2.0 TSI 4Motion, Typ 5N) um drei und der Seat Ateca (1.4 TSI, Typ 5FP) um zwei Klassen besser eingestuft. Der Renault Kadjar (1.2, Typ RFE) und der Kia Niro (1.6 Hybrid, Typ DE) verschlechtern sich hingegen um drei bzw. zwei Klassen. Für rund drei Viertel (29,5 Millionen) der Autofahrer ändert sich gar nichts: Ihre Typklassen-Einstufung bleibt gleich.

Stark motorisierte Autos allgemein teurer

Oberklasse-Modelle wie der Audi A8 sind wegen des hohen Kaufpreises vergleichsweise hoch eingestuft.

Im Schnitt müssen die Besitzer von hochmotorisierten Oberklasse-Modellen und SUVs tiefer in die Tasche greifen als Besitzer von Kleinwagen. Denn neben der Unfallstatistik ist für die Typklasseneinstufung der Kasko-Versicherungen auch der Fahrzeugwert ausschlaggebend. So sind Modelle wie der Renault Twingo (1.2, Typ N) oder der Skoda Citigo (1.0, Typ AA) vergleichsweise niedrig eingestuft (Haftpflicht: 15 bzw. 13, Teilkasko: 14 bzw. 16, Vollkasko: 11 bzw. 13). Hochpreisige Autos wie der Porsche Cayenne Turbo (Typ 9YA) oder der BMW X6 (XDrive 40D, Typ F16) haben vergleichsweise hohe Typklassen (Haftpflicht: 22 bzw. 20, Teilkasko: 30 bzw. 32, Vollkasko: 30 bzw. 31). 

So geht die Typklassen-Einstufung

Video: Kfz-Versicherung Typenklassen

Was ist eigentlich die Typklasse?

Für das neue Typklassenverzeichnis haben die Statistiker des GDV von rund 29.000 Fahrzeugmodellen die Unfall- und Schadensbilanz der vergangenen drei Jahre (2015 bis 2017) ausgewertet. Anschließend wurden sämtliche Modelle entsprechend ihrer Bilanz eingestuft: Wenig Schäden und geringe Reparaturkosten führen zu niedrigen Typklassen, viele Schäden und hohe Versicherungsleistungen resultieren in höhere Typklassen. Die Auswertung erfolgt jeweils getrennt für Haftpflicht, Vollkasko und Teilkasko. Bei der Haftpflicht gibt es insgesamt 16 Typklassen (10 bis 25), bei der Vollkaskoversicherung 25 (10 bis 34) und bei der Teilkasko 24 (10 bis 33). In der Haftpflicht gilt die günstigste Typklasse 10 praktisch nur für Oldtimer – sie werden nur noch wenig gefahren und die Halter hüten ihre Schätzchen durch besonders vorsichtige Fahrweise. Dagegen zeichnen sich beliebte Einsteigermodelle oft durch hohe Typklassen aus, da Fahranfänger häufig Blechschäden verursachen.

Typklassen in der Kfz-Versicherung
Haftpflicht 16 Typklassen (10 - 25)
Vollkasko 25 Typklassen (10 - 34)
Teilkasko 24 Typklassen (10 - 33)

Umstufung um mehrere Klassen kann teuer werden

Veränderungen der Typklassen-Einstufung um mehrere Klassen können zu einer erheblichen Erhöhung oder auch Senkung des Versicherungsbeitrags führen – besonders dann, wenn sie die Kaskoversicherung betreffen. 
Die neuen Typklassen können bei neuen Verträgen ab sofort zum Einsatz kommen – bei laufenden Verträgen werden die Änderungen in der Regel erst zum Jahreswechsel wirksam. Wichtig für Versicherte: Erhöht sich beim laufenden Vertrag der Beitrag aufgrund einer Umstufung bei den Typklassen, hat der Versicherungsnehmer das Recht auf eine außerordentliche Kündigung.

Tipp: Regelmäßig Versicherungstarife vergleichen

Die Höhe der Versicherungsbeiträge hängt jedoch nicht nur von den Typklassen ab. Neben den Fahrzeugtypen gibt es zahlreiche weitere Kriterien, die bei der Berechnung der Beiträge eine Rolle spielen. Da diese Kriterien von den Versicherungen jeweils verschieden bewertet werden, ergeben sich von Anbieter zu Anbieter zum Teil deutliche Unterschiede bei den Tarifen. Für jeden Fahrzeughalter kann es sich deshalb lohnen, regelmäßig die Beiträge der verschiedenen Anbieter mit einem Kfz-Versicherungsrechner zu überprüfen – besonders dann, wenn das eigene Fahrzeug gerade in eine ungünstigere Typklasse gerutscht ist.

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