Uber stellt Hacker ein / Autonome Taxis geplant

Uber stellt Hacker ein / Autonome Taxis geplant

— 03.09.2015

Jeep-Hacker arbeiten für Uber

Die beiden Jeep-Hacker Charlie Miller und Chris Valasek arbeiten offenbar jetzt für Uber. Der Fahrdienstvermittler soll an autonomen Taxis arbeiten.

(dpa/mas) Die beiden IT-Sicherheitsexperten, die schlagzeilenträchtig einen fahrenden Jeep gehackt haben, arbeiten jetzt für den Fahrdienst-Vermittler Uber. Charlie Miller und Chris Valasek nahmen Jobs in Ubers Technologie-Zentrum an, in dem vor allem an Technik für selbstfahrende Autos geforscht wird. Uber und die beiden Forscher machten bislang keine Angaben dazu, was genau ihre Aufgaben sein werden.

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'Autonome Taxis von Uber ...'

Miller und Valasek sind seit Jahren so etwas wie Stars unter den Hackern, die nach Sicherheitslücken in Auto-Software suchen. Bei der im Juli 2015 vorgestellten Attacke auf einen Jeep Cherokee konnten sie über das Internet nicht nur Klimaanlage, Radio oder Scheibenwischer steuern, sondern in die Steuerung des Fahrzeugs eingreifen und etwa das Gaspedal deaktivieren. Der Jeep-Hersteller Fiat Chrysler musste daraufhin die Software in rund 1,4 Millionen Autos erneuern. Es war die erste bekannte Rückrufaktion in der Autoindustrie weger der Gefahr eines Cyberangriffs. Der Autokonzern betont jedoch, dass nur US-Modelle die Sicherheitslücke im Infotainment-System hatten.
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Valasek arbeitete bisher bei der IT-Sicherheitsfirma IOActive. Miller gehörte dem Sicherheits-Team des Kurznachrichten-Dienstes Twitter an. Zuvor war er unter anderem fünf Jahre lang beim US-Geheimdienst NSA, wo er sich laut einem Bericht der "Washington Post" in ausländische Computernetze hackte. Er spürte in seiner Hacker-Karriere auch mehrere Schwachstellen in der Software von Apple-Geräten auf.

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Uber holte sich für sein Technologiezentrum bereits rund 40 Forscher von der Robotik-Abteilung der US-Universität Carnegie Mellon sowie Karten-Technologie von Microsoft. Mit mehreren Milliarden Dollar von Investoren zählt Uber zu den reichsten Start-ups. Auf der rasanten internationalen Expansion gibt es jedoch immer wieder heftige Konflikte mit der Taxi-Branche und Regulierern.

Neue Kooperation mit der Uni von Arizona

Erst vor kurzem hatte Uber bekannt gegeben, dass die Arbeit an selbstfahrenden Fahrzeugen forciert werden solle. Im Rahmen einer neuen Kooperation mit der Universität von Arizona sollen nun digitale Karten und optische Sensoren (weiter)entwickelt werden. Selbstfahrende Fahrzeuge sind auf hochpräzise Karten angewiesen. Uber braucht zudem Karten zur Abrechnung der Fahrten über Smartphones. Dem Fahrdienst-Vermittler wurde auch Interesse am Kartendienst Here von Nokia nachgesagt, der am Ende an die deutschen Autobauer Daimler, Audi und BMW ging. Uber sicherte sich stattdessen große Teile des Karten-Geschäfts von Microsoft samt Kameras, Patenten und Rechenzentrum. Zudem wurde ein ehemaliger Chef der Google-Kartendienste engagiert.

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