Übernahme-Poker der Lkw-Bauer

Übernahme-Poker der Lkw-Bauer

— 17.10.2006

Scania lenkt ein

Scania-Chef Leif Östling ist nun doch zu Gesprächen mit MAN bereit. Grund ist der Druck, den Scania-Aktionär Volkswagen ausübt.

Der Chef des schwedischen Lastwagenherstellers Scania, Leif Östling, hat das Drama rund um das Übernahmegebot von MAN als "Finanzmarkt-Seifenoper" bezeichnet. Zugleich räumte er aber ein, dass letztendlich an Gesprächen mit dem Münchner Konkurrenten kein Weg vorbeiführe. "Früher oder später wird es eine Diskussion mit MAN geben", sagte Östling der "Financial Times". Grund ist laut Östling der Druck, den Volkswagen ausübe. Der Wolfsburger Autobauer ist größter Aktionär bei beiden Unternehmen. MAN will Scania für gut zehn Milliarden Euro übernehmen. Östling bezeichnete das Angebot als unzureichend.

Sollte es zu einer Übernahme kommen, so müssten beide Unternehmen davon profitieren und nicht Spekulanten, erklärte Östling. "Es geht darum, die kommenden 15 bis 20 Jahre im Blick zu haben", verlangte der Scania-Chef. Zuvor hatte das schwedische Unternehmen eine Sonderdividende für Aktionäre angekündigt. Damit will der Hersteller von Lkw und Bussen seine Aktionäre bewegen, an ihren Anteilsscheinen festzuhalten. 35 schwedische Kronen (3,78 Euro) je Papier zusätzlich stellte Scania seinen Aktionären in Aussicht.

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