Ultimatum für Saab

Ultimatum für Saab

— 03.12.2009

Spyker will Saab kaufen

30 Tage. Das ist die Zeitspanne, die GM Saab gewährt, um einen Käufer zu finden. Ein neuer Investor könnte Spyker sein. Die Sportwagenschmiede aus Holland hat Interesse bekundet.

Saab hat aus den USA eine letzte Frist von 30 Tagen bekommen, um einen Käufer zu finden, sonst wird das Unternehmen abgewickelt. Nach dieser Entscheidung des Mutterkonzerns General Motors (GM) in Detroit sprachen sich Regierungsvertreter, Gewerkschaften und Betriebsräte in Schweden für eine gemeinsame "nationale Anstrengung" zur Rettung von Saab aus. Rettung könnte aus den Niederlanden kommen: Die Sportwagenschmiede Spyker hat offiziell ihr Interesse an Saab angemeldet, will aber zu näheren Umständen noch nichts sagen. GM stufte das Spyker-Angebot mit russischen sowie arabischen Investoren als wenig realistisch ein.

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Saab-Chef Jan Åke Jonsson sagte nach der Entscheidung zur 30-Tage-Frist: "Das ist unter den gegebenen Bedingungen das Beste, was möglich war. Jetzt müssen wir alle Segel setzen, damit es mit einer Übernahme klappt." Nach Stockholmer Medienangaben liegen GM zwei Angebote vor. Vom Pekinger Autokonzern BAIC hieß es, dass im Fall einer Übernahme mit der kompletten Verlagerung der Produktion nach China gerechnet werden müsse. BAIC war als Finanzier auch an einem in letzter Minute gescheiterten Übernahmeversuch durch die kleine schwedische Sportwagen-Firma Koenigsegg beteiligt. Ein weiteres Angebot soll vom US-Finanzinvestor Renco Group in Detroit eingegangen sein.

Kommt die Finanzspritze von der EU?

Der schwedische Wirtschafts-Staatssekretär Jöran Hägglund äußerte sich skeptisch, ob GM kurz nach der überraschenden Ablösung von Konzernchef Fritz Henderson an der GM-Spitze in der Lage sein werde, schnell über einen Verkauf zu entscheiden. Völlig ungeklärt sind auch die Möglichkeiten für dringend benötigte EU-Kredite zur Sanierung von Saab. Die bereits weitgehend ausgehandelte Übernahme durch den Edel-Sportwagenbauer Koenigsegg war im November 2009 vor allem daran gescheitert, dass die Bewilligung von 450 Millionen Euro durch EU-Instanzen über fast ein halbes Jahr nicht zustande gekommen ist. Saab hat derzeit 3400 Beschäftigte und fährt seit 20 Jahren fast durchweg Verluste ein.

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