Wenn sie das Navi programmiert, wird ihr das Lachen schon vergehen...

Umfrage Navigationsgeräte

— 29.01.2009

No Navi is perfect

Die wenigsten Autofahrer sind mit ihren Navigationsgeräten rundum zufrieden, ergab jetzt eine Studie. Ob mobil oder fest eingebaut, vorläufig haben noch alle Geräte unter einem eklatanten Mangel zu leiden.

Navis sind en vogue: Es gibt derzeit fast keine anderen elektronischen Helferlein, die so beliebt sind bei den Deutschen. Ob Discount-Pfadfinder zum Schnäppchenpreis oder aber Premiumausführung mit diversen Zusatzfeatures, die elektronischen Straßenkarten werden millionenfach verkauft. Allein 2008 wurden 4,8 Millionen Stück in Deutschland abgesetzt, mehr als doppelt so viele wie noch 2006. Weltweit gingen im vergangenen Jahr mehr als 37 Millionen Stück über den Ladentisch. Wie glücklich oder unglücklich die Käufer aber später im Alltag mit der Ware sind, zeigt eine Studie der Marktforschungsagentur Tema: Wirklich zufrieden war kaum einer der befragten Autofahrer mit seinem Gerät.

Wachstum bei Premiumgeräten

Klare Aussage: Vor allem veraltetes Kartenmaterial verdrießt die Nutzer.

Während sich das Wachstum der Branche insgesamt abschwächt, ist vor allem bei den Premiumgeräten noch die höchste Steigerung zu verzeichnen. Fest installierte Geräte sind bei Neuwagenfahrern mit 59 Prozent noch in der Mehrheit, allerdings greifen insbesondere Premiumkunden verstärkt zu den mobilen Assistenten. Bei Gebrauchtwagenfahrern ist es – wen wundert's? – gerade umgekehrt; dort beschaffen sich 60 Prozent das Gerät passend zum bereits vorhandenen Wagen. Bei festeingebauten Navis mit Kartendarstellung war die Zufriedenheit der Nutzer noch am größten: 74 von 100 Punkten gaben die Befragten; ein schwacher Wert.

Mobil-Navis extrem unpopulär

Aber immer noch besser als die tragbaren Geräte: Ihre Herren drückten ihre (Un-)Zufriedenheit mit müden 60 von 100 Punkten deutlich aus. Noch schlechter kamen Ausführungen mit Pfeildarstellung weg; sie erhielten nur 47 Punkte. Woran liegt diese geringe Begeisterung? Als wichtigster Kritikpunkt wird ein Problem aufgeführt, das den Herstellern nur indirekt vorzuwerfen ist: Veraltetes Kartenmaterial sorgt bei vielen Autofahrern für Umwege und nachfolgenden Frust. Entsprechend äußerten viele der Befragten ihr Interesse an Online-Updates der Kartensoftware.

Routenplaner heiß begehrt

Auch eine einfache Bedienbarkeit erschien den Teilnehmern der Studie als erstrebenswert, also empfinden offenbar viele die Zieleingabe für noch zu kompliziert. Besonders interessant finden Autofahrer insbesondere den künftig verfügbaren intelligenten Routenplaner, der die potenzielle Verkehrsdichte inklusive Rushhour auf der Strecke kennt und in die Wegfindung mit einbezieht. Gelobt wurde wenig; lediglich das größere Display der fest eingebauten Navigationssysteme kam gut an. Umgekehrt missfiel vielen die geringere Rechenleistung von tragbaren Geräten. Die Spracheingabe sagt den meisten Nutzern nichts.

Kundenbindung gegen null

Beunruhigend für die Hersteller: Eine Markenbindung scheint bisher kaum vorhanden zu sein. Die Nutzungsdauer der Geräte ist übrigens höchst unterschiedlich: Während fest installierte Navis von rund 44 Prozent ihrer Eigentümer täglich konsultiert werden, nehmen nur zehn Prozent der Besitzer von mobiler Hardware täglich die Mühe auf sich, das Gerät zu verwenden.

Autor: Roland Wildberg

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