Umfrage: Tankstellensterben

Umfrage: Tankstellensterben

— 09.02.2007

3000 Stationen vor dem Aus?

Stehen 3000 deutsche Tankstellen vor dem Ruin? Steigende Pachtpreise und strengere Auflagen machen ihnen das Geschäft schwer.

Während die Mineralölkonzerne Rekordgewinne verbuchen (Exxon Mobil 30,3 Milliarden Euro 2006), geht der Basis die Existenzgrundlage verloren. Nach Einschätzung des Branchenführers droht Deutschland ein Tankstellensterben: "Es gibt 3000 Tankstellen am Markt zu viel", sagt Aral-Chef Walter Clements. Es sei ihm "häufig schleierhaft", wie manche Stationen noch existieren könnten. So wolle man sich selbst 2007 von weiteren Tankstellen trennen – in einer Größenordnung von "unter 100 Stationen". Insgesamt 15.036 Straßen- und Autobahntankstellen gibt es nach jüngsten Zählungen derzeit in Deutschland, 151 Betriebe machten im vergangenen Jahr dicht.
Ende der 70er-Jahre war das Tankstellennetz mit bundesweit 47.000 Stationen viel enger gestrickt. "Damals war eine Marktbereinigung dringend notwendig", sagt Sigrid Pook vom Bundesverband Tankstellen und gewerbliche Autowäsche (BTG). "Dass jetzt erneut ein großes Tankstellensterben bevorstehen soll, sehen wir nicht." Allerdings sei die Stimmung in der Branche so schlecht wie nie, vor allem unter den Pächtern der Großkonzerne. Grund: Die Pacht steigt, die Auflagen werden strenger, aber die Provison beim Spritverkauf wurde seit 15 Jahren nicht erhöht: Sie liegt nach wie vor bei einem bis 1,3 Cent pro Liter.

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