Kunde beim Autohandel

Umfrage zur Lage der Automobilindustrie

— 09.01.2009

Fünf düstere Jahre erwartet

Keine rosigen Aussichten: Die internationale Automobil- und Zuliefererindustrie sieht – die aktuelle Wirtschaftslage vor Augen – für die kommenden fünf Jahren eher schwarz. Das ergab eine aktuelle Umfrage.

(dpa/cj) Vorstände und Geschäftsführer von führenden Autoherstellern und Kfz-Zulieferern erwarten für den Zeitraum 2009 bis 2013 geringere Umsätze und Gewinne, mehr Insolvenzen sowie eine größere Zahl von Fusionen und Übernahmen. Das ist das Ergebnis einer internationalen Umfrage des Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG unter 200 Vertretern der Automobil- und Zulieferindustrie. "Knapp die Hälfte der Befragten geht für die kommenden fünf Jahre von stark schwankenden Erträgen aus oder sieht sich schlicht außerstande, die Rentabilität ihres Unternehmens einzuschätzen", sagte Uwe Achterholt, Leiter des Auto-Segments bei KPMG, zu den Zahlen. Dies sei ein ungewöhnlich hoher Wert und kein gutes Zeichen.

Mehr Übernahmen und Fusionen, Hoffnung auf Schwellenländern

Außerdem werde in der Branche zunehmend mit Überkapazitäten gerechnet, so KPMG. Neben Umsatzverlusten wegen der anhaltend schwachen Nachfrage fürchteten viele Unternehmen vor allem zu hohe Kosten, Schulden und Pensionsverpflichtungen. Daher rechneten mehr als drei Viertel der von KPMG befragten Manager mit einer steigenden Zahl von Firmenpleiten, vor allem bei den Zulieferern. Im Vorjahr sei es gerade einmal gut ein Drittel gewesen. Drohende Insovenzen wiederum dürften zu einer größeren Zahl von Übernahmen und Fusionen führen, vorrangig bei Herstellern und Händlern. Dabei gerate eine stärkere Kostenkontrolle als Weg aus der Krise mehr und mehr in den Hintergrund, so Achterholt. Die Hoffnungen der Branche ruhen laut Umfrage nun auf wachsenden Märkten in Schwellenländern wie China und Indien oder in Osteuropa und Südamerika.

Auch von der Entwicklung alternativer Antriebe erhofften sich die Hersteller Impulse für ihren Absatz, so die Erhebung. Grund: Angesichts der Rezession würden Kostenaspekte eine immer größere Rolle bei der Kaufentscheidung spielen – und damit auch ein niedriger Kraftstoffverbrauch.

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