Umfrage zur Straßenqualität

Umfrage zur Straßenqualität

— 02.11.2004

Blühende Landstraßen

Die DEKRA wollte von 1800 Autofahrern wissen, wie es um das deutsche Straßennetz bestellt ist. "Flickwerk", meinen 62 Prozent.

Die deutschen Autofahrer stellen dem Straßennetz der Bundesrepublik kein besonders gutes Zeugnis aus. Knapp zwei von drei Teilnehmern (61,8 Prozent) einer DEKRA-Umfrage unter 1800 Kraftfahrern beklagen eine deutliche Verschlechterung des Straßenzustandes in den vergangenen Jahren. Aus Sicht von 87 Prozent der Befragten nimmt die Zahl der Straßen zu, die nur notdürftig geflickt werden; bei immerhin 29 Prozent hat der mangelhafte Zustand einer Fahrbahn sogar schon einmal zu Beschädigungen am Fahrzeug geführt oder einen Unfall begünstigt.

Die Note "schlecht" erhielten am häufigsten die Stadt-/Gemeindestraßen (63,5 Prozent) vor den Landstraßen (33,3 Prozent), während die Autobahnen (4,4 Prozent) und Bundesstraßen (6,7 Prozent) noch am besten abschnitten. Nach Ansicht von 84,7 Prozent der Autofahrer sind künftig höhere Investitionen für den Erhalt des Straßennetzes erforderlich. Dafür würde allerdings nur jeder sechste (16,6 Prozent) eine Erhöhung zum Beispiel der Kfz-Steuer in Kauf nehmen.

Erhebliche Unterschiede gibt es zwischen den Befragten in Ost- und Westdeutschland. Im Osten stellen nur 45,8 Prozent der Kraftfahrer eine Verschlechterung der Straßen fest; im Westen dagegen sind es 65 Prozent. Mögliche Erklärung: Die Erwartungshaltung der ostdeutschen Autofahrer ist geringer. Mieses Pflaster war in der DDR die Regel.

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