Umsatzeinbußen bei Volvo und Saab

Saab 9-7X Saab 9-7X

Umsatzeinbußen bei Volvo und Saab

— 28.11.2005

Schweden haben's schwer

Was ist nur mit den Nordlichtern los? Sowohl Saab als auch Volvo haben derzeit zu kämpfen – und kündigen unterschiedliche Maßnahmen an.

Die nordischen Winter sind dunkel und kalt – das schlägt aufs Gemüt. Da bräuchte es eigentlich ein paar schöne Meldungen, die es einem warm ums Herz werden lassen. Doch nein. Zumindest bei den schwedischen Autoherstellern herrscht frostige Stimmung.

So meldet Saab für 2006 einen Absatz von rund 135.000 Autos – und mehrere hundert Millionen Euro Verlust. Die Überlebensgrenze liege bei etwa 200.000 Autos; um diese zu erreichen, will der existenzgefährdete Hersteller die Modellpalette etwas erweitern. Neue Modelle wie der 9-3 SportCombi oder die neue 9-5-Serie sollen den Umsatz ankurbeln. Außerdem werde an einem Crossover-Modell gearbeitet, das aber nicht eine kleinere Variante des großen, in Nordamerika gestarteten SUV 9-7X sei und auch nicht 9-4 heißen werde: "Vergessen Sie den Namen", so Saab-Sprecher Oliver Meidt. Auch das Gerücht, daß der 9-7X nun doch nach Europa kommen solle, bestätigt er nicht: "Der 9-7X wird nicht offiziell nach Deutschland importiert. Es wird ihn nur auf Händlerinitiative über eine Agentur in Kalifornien geben."

Auch bei der schwedischen Ford-Tochter Volvo sieht es eher trübe aus. Unlängst kündigte der Autohersteller bereits an, die Dezember-Produktion wegen rückläufiger Bestellungen um 7000 Einheiten zu drosseln. Nun geht die Volvo Car Corporation noch einen Schritt weiter: 1500 der insgesamt 27.500 Stellen sollen gestrichen werden, hieß es jetzt nach dem Abschluß von Verhandlungen mit der Gewerkschaftsseite. Die Hälfte davon entfalle auf Schweden.

Autor: Maike Horst

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