Umwelt-Debatte um Dienstwagen

Umwelt-Debatte um Dienstwagen

— 26.02.2007

Oberklasse im Visier

Spritrechnungen für große Dienstwagen sollen nicht mehr von der Steuer abgesetzt werden, fordert der Umweltminister. Kleine Autos ausgenommen.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel nimmt die steuerliche Begünstigung von Oberklasse-Dienstwagen ins Visier. Es gebe keinen Grund dafür, dass Firmen auch die Benzinrechnungen für spritschluckende Oberklassefahrzeuge vollständig von der Steuer absetzen dürften, sagte der SPD-Politiker. Letztlich würden diese bisher von der Gesamtheit der Steuerzahler bezahlt.

Gabriel forderte im Magazin "Super Illu" eine Diskussion über eine verbrauchsorientierte steuerliche Absetzbarkeit von Benzinkosten. Er betonte, dass er "damit nicht den Vertreter mit seinem Passat oder die Hauskrankenpflegerin mit ihrem Polo treffen" wolle. "Aber bei einer S-Klasse, einem BMW 7er oder einem Audi A8 stellt sich diese Frage durchaus." Er sei jedoch dagegen, die Steuer auf die Anschaffung von Dienstwagen zu verändern.

Die große Mehrheit der Deutschen ist zu einem eigenen Beitrag für den Klimaschutz bereit. 94 Prozent wollen ihren Stromverbrauch im Haushalt senken, wie eine Umfrage von Infratest-Dimap ergab. Auch mit einem Verbot von Glühbirnen wäre die Mehrheit der Bundesbürger einverstanden, wie Forsa im Auftrag der BILD am SONNTAG ermittelte. Danach würden 56 Prozent einem gesetzlichen Aus für Glühbirnen zustimmen, 38 Prozent wären dagegen.

Gabriel will inzwischen Glühbirnen von den europäischen Märkten verdrängen. "Der Standort Europa kann sich eigentlich keine Produkte mehr leisten, die wie herkömmliche Glühbirnen einen Effizienzgrad von nur fünf Prozent aufweisen."

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