Umweltfreundliche Reifen

Umweltfreundliche Reifen

— 08.10.2009

Grüne Reifen für die Umwelt

Vor 100 Jahren wurde der künstliche Kautschuk erfunden. Erst das machte die Massenproduktion von Autoreifen möglich. Heute heißt das Ziel: mit Reifen Sprit sparen, aber Sicherheit gewinnen.

Wer hat's erfunden? Nein, nicht die Schweizer. Ein Deutscher war's: Fritz Hofmann. Den kennen Sie nicht? Sie sollten ihm trotzdem dankbar sein, denn er hat den künstlichen Kautschuk erfunden. Ohne diesen würden wir heute noch auf dünnen Vollgummis über die Straßen rumpeln. Künstlichen Kautschuk gibt es seit 1909. Seit dieser Zeit sind Autoreifen ständig weiterentwickelt worden. Sie wurden breiter, griffiger und vor allem belastbarer und sorgen deshalb für mehr Sicherheit. Das aktuelle Entwicklungsziel der Reifenkonstrukteure erfüllt eine politische Vorgabe: Nach dem Willen der EU sollen alle Neuwagen ab 2012 mit sogenannten grünen Reifen ausgestattet sein. Grüne Reifen sind nach wie vor schwarz, aber im entscheidenden Punkt anders: Dank niedrigen Rollwiderstands sparen sie Sprit. Würde jeder Lastwagen und jeder Pkw in Europa auf grünen Reifen rollen, könnten jährlich 4,5 Milliarden Liter Diesel und 1,5 Milliarden Liter Benzin eingespart werden, haben Experten der EU-Kommission errechnet. Der CO2-Ausstoß ließe sich so um 15 Millionen Tonnen verringern.

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Bei der Bayer-Tochter Lanxess wird synthetischer Kautschuk hochautomatisiert in Form von Flocken hergestellt.

Und wer tüftelt die umweltfreundlichen Mischungen aus? Wir alle kennen Conti, Goodyear, Dunlop, Pirelli oder Michelin, aber kennen Sie auch Lanxess? Von der Bayer-Tochter wurde vor 100 Jahren das Patent für den künstlichen Kautschuk eingereicht. Bei Lanxess können Sie zwar keine Reifen kaufen, aber deren Techniker forschen an neuen Mischungen, um die Reifen sicherer und umweltverträglicher zu machen. So wird bei spielsweise der intelligente Einsatz von Kieselsäure in den Laufflächen der Reifen geprüft. Das steigert die Laufleistung, verbessert die Haftung auf der Fahrbahn, reduziert aber gleichzeitig den Rollwiderstand und senkt den Abrieb. Weniger Abrieb bedeutet auch weniger Feinstaub. Nach Berechnungen des Instituts für Umweltforschung entweichen in Deutschland allein über den Abrieb von Pkw-Reifen jährlich etwa 60.000 Tonnen Gummi in die Umwelt.

Die nächste Reifengeneration wird Nanoprene enthalten

Nanoprene ist fast schon ein Zaubermittel, denn es verlängert die Lebensdauer der Reifen um 15 Prozent.

Es gibt aber noch mehr Entwicklungen mit umweltschonenden Auswirkungen: zum Beispiel Butyl-Kautschuke, die dafür sorgen, dass der Reifen die Luft hält. Denn auch der richtige Reifendruck trägt nicht unwesentlich dazu bei, Sprit zu sparen und damit den CO2-Ausstoß zu verringern. Die nächste Reifengeneration wird Nanoprene enthalten. Dieses Additiv ist fast schon ein Zaubermittel, denn es verlängert die Lebensdauer der Reifen um 15 Prozent, steigert ihren Grip um den gleichen Faktor und reduziert auch noch den Rollwiderstand.

Autor: Jürgen Lewandowski

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