So wird aus Abgasen Dünger

Umweltschutz

— 25.03.2008

Pflasterstein filtert die Luft

Saubere Luft für fröhliche Kinder: Im baden-württembergischen Bietigheim-Bissingen werden vor Kindergärten Pflastersteine eingesetzt, die Stickoxide in ungefährliche Nitrate umwandeln.

Baustoffhersteller Lithonplus (Rheinland-Pfalz) bietet Pflastersteine an, die Stickoxide (NOX) zu ungefährlichen Nitraten umwandeln können. Diese werden dann vom Regen ins Erdreich gespült und dienen den Pflanzen als Dünger. Möglich macht dies das patentierte Herstellungsverfahren, bei dem die Stein-Rohmasse mit Titandioxid angereichert wird. Erst dann bekommen die Steine ihre endgültige Form in einer Presse. Lagern sich Stickoxide an den verlegten Steinen ab, dient das Titandioxid dann als chemischer Katalysator: Es beschleunigt die Reaktion der Stickstoffverbindungen mit dem Sauerstoff aus der Luft. Ein Laborversuch des "Zentrums für angewandte Chemie" Hannover bestätigte die luft- verbessernde Wirkung der Pflastersteine. Positiver Zusatzeffekt: Sie wandeln weitere Giftstoffe wie Aldehyde, Benzole und chlorierte Aromaten in weniger schädliche Verbindungen um.

Erstmals zum Einsatz kamen die Steine jetzt auf den Freiflächen und Zufahrten zweier Kindergärten in Bietigheim-Bissingen (Baden-Württemberg), weitere öffentliche Aufträge stehen laut Anbieter an. Mehrpreis pro Quadratmeter gegenüber herkömmlichen Pflastersteinen: rund sieben Euro.

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