Umweltzone

Umweltzone

— 17.11.2008

Bonn sagt nein

Mit dem Ausbau des technischen Umweltschutzes will die Stadt Bonn für saubere Luft sorgen. Eine Umweltzone ist vorerst nicht geplant. Der AvD begrüßt diese Entscheidung.

Die Stadt Bonn wird vorerst keine Umweltzone einrichten. Stattdessen sollen die Möglichkeiten des technischen Umweltschutzes genutzt werden, um die Luft sauberer zu machen. So soll beispielsweise die Zahl der Job-Ticket-Nutzer erhöht und eine stark befahrene Straße für den Lkw-Durchgangsverkehr gesperrt werden. Außerdem sollen regenerative Energien sowie umweltfreundlicher Verkehr gefördert werden. "Umweltzonen sind letztlich die Kapitulation des technischen Umweltschutzes", erklärt der Bonner Stadtdirektor Volker Kregel. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) befürwortet diese Entscheidung und würde begrüßen, wenn sich andere Stadtverwaltungen ebenfalls für den "Bonner Weg" entscheiden.

"Durch Umweltzonen entstehen hohe Kosten und Verwaltungsaufwand"

Nach wie vor hält der AvD Umweltzonen für kein geeignetes Mittel, um die Luftqualität zu verbessern und die Feinstaubproblematik zu lösen. Die enormen Kosten und der wegen der Umweltzonen anfallende Verwaltungsaufwand stünden in keinem Verhältnis zum Nutzen. Bundesweit sind rund fünf Prozent der zugelassenen Kraftfahrzeuge von Fahrverboten betroffen. Die Besitzer der übrigen 95 Prozent müssen sich jedoch – wenn sie in eine der Städte mit Umweltzonen fahren möchten – eine Plakette besorgen. Das sei nur schwer nachvollziehbar und unsinnig, so der Automobilclub.

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