Bilder: Umweltzonen 2012

Umweltzonen 2012

Das ändert sich 2012 bei den Umweltzonen

Auch 2012 ändert sich wieder einiges bei den deutschen Umweltzonen. Weitere Städte verschärfen ihre Regelungen, sperren immer mehr Fahrzeuge aus, die nicht die richtige Feinstaubplakette haben. Hier der aktuelle Stand.
Seit Januar 2012 gelten in vielen Städten neue Regeln für Umweltzonen. Besonders streng ging es bis dahin in Berlin, Bremen, Hannover und Leipzig zu. Dort durften bereits vor 2012 nur noch Autos mit grüner Feinstaubplakette die Innenstädte befahren. Seit Januar 2012 gilt das auch in Frankfurt/Main, Krefeld, Osnabrück und Stuttgart: Fahrzeuge mit einer roten und gelben Feinstaubplakette müssen draußen bleiben. Im Oktober 2012 stellt auch München seine Umweltzone scharf – in die Münchener Innenstadt erhalten dann nur noch Autos mit grüner Feinstaubplakette Einfahrt. Schon bald wird sich der Kreis der besonders strengen Umweltzonen auf weitere Städte ausweiten: Zurzeit gibt es in mehr als 50 deutschen Städten Umweltzonen (siehe Galerie oben). Ein Großteil dieser Städte will die ausgeschilderten Umweltzonen ab 2013 verschärfen und dann nur noch Fahrzeuge mit grüner Plakette zulassen.
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Die jüngsten Umweltzonen waren im Januar 2012 in den Städten Heidenheim, Pleidelsheim-Ingersheim-Freiberg, Schramberg und Urbach eingerichtet worden – für 2012 reicht dort noch ein gelber Aufkleber. Grundsätzlich lohnt es sich für alle Autofahrer, deren Auto ohne den Universalschlüssel einer grünen Plakette auskommen muss, sich vor dem Fahrtantritt in eine fremde Stadt über die dortigen Regelungen zu informieren. Denn wer ohne die richtige Feinstaubplakette in einer Umweltzone erwischt wird, muss 40 Euro Bußgeld bezahlen und bekommt zusätzlich einen Punkt in Flensburg. Oben in der Bildergalerie sehen Sie, welche Feinstaubplakette aktuell in welcher Umweltzone benötigt wird.

Die wichtigsten Fragen zur Feinstaubplakette

1. Was passiert Plakettensündern? Wer in den betroffenen Städten ohne die vorgeschriebene Plakette erwischt wird, muss 40 Euro Bußgeld zahlen und erhält zudem einen Punkt in der Verkehrssünderkartei.

2. Welche Feinstaubplakette erhält ein Auto? Das hängt von der Schadstoffemission ab. Benziner mit geregeltem Drei-Wege-Kat bekommen bis auf wenige Ausnahmen die grüne Plakette. Die rote wie die gelbe Plakette sind Diesel-Fahrzeugen vorbehalten.

3. Wo gibt es die Plaketten? Die Aufkleber werden für rund fünf Euro von TÜV und Co sowie Kfz-Werkstätten ausgegeben. Sie sind von innen an der Windschutzscheibe anzubringen.

4. Gibt es Ausnahmen von der Plakettenpflicht? Ja, Oldtimer mit H-Kennzeichen etwa sind ausgenommen. In Einzelfällen können die Städte zudem Ausnahmegenehmigungen erteilen. Dabei gilt aber das Prinzip "Nachrüstung vor Ausnahme".

5. Gibt es staatliche Hilfe bei der Nachrüstung mit Dieselfiltern? Die Nachrüstung wird für einige Fahrzeuge (bestimmte Nutzfahrzeuge und einige Wohnmobile) gefördert. Anträge gibt es beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (bafa.de).

6. Was bringt die Nachrüstung? Sie verbessert in der Regel die Plakettenfarbe um eine Stufe, aus Rot wird also Gelb, aus Gelb wird Grün. Infos von Filterherstellern gibt es etwa unter hjs.com, katundco.de und twintec.de.

Autor: Stephanie Kriebel

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