Lösen einer Radmutter

Unbekannter löst Radmuttern

— 30.07.2014

Wolfsburg in Angst

Ein Unbekannter löst in Wolfsburg die Radmuttern von Fahrzeugen. Binnen drei Monaten wurden der Polizei zwei Dutzend Fälle gemeldet.

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'Checken Sie regelmäßig Ihre Radmuttern?'

In Wolfsburg geht die Angst um: Ein Unbekannter löst bei Fahrzeugen die Radschrauben (Befestigung der Räder am Auto) und bringt die Fahrer damit in Lebensgefahr. Bei der Wolfsburger Polizei wurden im Zeitraum von März bis Ende Juni 2014 zwei Dutzend Fälle angezeigt, bei denen der heimliche Schrauber Hand angelegt hat. Dabei habe der Täter vorwiegend Autos im Visier, die auf öffentlichen VW-Parkplätzen rund um das VW-Firmengelände abgestellt waren, so die Polizei. Inzwischen wurden auch Fälle bekannt, bei denen Fahrzeuge ausschließlich in der Innenstadt geparkt waren. Die Polizei rät Fahrzeugbesitzern in Wolfsburg zu erhöhter Aufmerksamkeit. Außerdem rufen die Beamten dazu auf, vor Fahrtantritt die Fahrzeugräder zu überprüfen. Außerdem sollen sich mögliche Zeugen und weitere Geschädigte bei der Polizei unter der Telefonnummer 05361 - 46460 melden.

Bisher zum Glück nur ein Unfall

Bisher gab es gleich mehrere bedrohliche Situationen für Fahrzeugführer: Auf der Autobahn 39 bei Braunschweig steuerte eine Frau ihren Pkw in die Leitplanken, als sich ein Rad löste. In einem anderen Fall habe sich laut Polizei ein Rad während der Fahrt gelöst. Die betroffene VW-Mitarbeiterin konnte ihren Touran aber unter Kontrolle halten. Auch ein 45-jähriger Motorradfahrer aus Gifhorn bemerkte Ende Juni noch rechtzeitig, dass auf dem Parkplatz in Kästorf an seinem Hinterrad die Radmuttern gelöst worden waren. In den meisten Fällen würden die Fahrer erst aufgrund der starken Geräuschentwicklung beim Fahren auf die gelösten Radmuttern aufmerksam. Der oder die Täter gehen sehr perfide vor: Die Fahrzeugmuttern werden bis auf eine gelockert oder ganz entfernt, Radzierblenden werden dabei teilweise gelöst, Felgenschlösser geknackt. Das Werkzeug führt der Täter mutmaßlich mit sich. In allen Fällen wurden Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet, so die Wolfsburger Polizei.

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