Bahnübergang

Unfälle an Bahnübergängen

— 23.09.2011

Schranke zu und durch

Zahlen der Deutschen Bahn belegen: Halbschranken sind nicht gefährlicher als Vollschranken. Im Gegenteil: Notfalls lässt die kurze Schranke sogar einen Fluchtweg offen.

Die Zahl von Unfällen an Bahnübergängen ist laut Deutsche Bahn seit zehn Jahren um ein Drittel auf 251 Unfälle im Jahr 2010 zurückgegangen. Und das, obwohl 259 Übergänge seit 2000 von Voll- auf Halbschranken umgerüstet worden sind. Zu mehr Unfällen kam es trotzdem nicht. Grund: Zwischen Halbschranken bleibt immer ein Fluchtweg. Auch der Bahnübergang bei Bad Lausick in Sachsen, an dem es am 20. September 2011 zu einem schweren Zugunglück mit 21 Verletzten kam, war mit einer Halbschranke gesichert. Doch sie konnte den Unfall ebenso wenig verhindern, wie es eine Vollschranke gekonnt hätte: Ein Transporter hatte ein vor der Schranke wartendes Auto gerammt und auf die Gleise geschoben. Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat gegen den 29-jährigen Fahrer des Transporters mittlerweile ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

Lesen Sie auch: Deutsche Bahn – Pro und Kontra

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