Unfall auf der A2: Zeugen gesucht!

Unfall auf der A2: Zeugen gesucht!

— 02.02.2015

"Unbeschreibliches Verhalten"

Statt zu helfen, sollen mehrere Autofahrer auf der A2 bei Magdeburg Unfallopfer umkurvt und sich auf dem Standstreifen vorbeigedrängelt haben. Die Polizei sucht Zeugen.

(dpa/mas) Es klingt unglaublich: Auf der A2 bei Magdeburg sollen am Samstag, 31. Januar 2015, zehn bis 15 Autofahrer auf dem Standstreifen an schwer verletzten Unfallopfern vorbeigefahren sein. Nach Polizeiangaben seien auf der Straße liegende Verletzte regelrecht "umkurvt" worden. Einsatzkräfte hätten dies schließlich beendet, indem ein Streifenwagen auf den Standstreifen gestellt wurde. Die Autobahnpolizei Börde spricht von "unbeschreiblichem Verhalten" und ermittelt wegen unterlassener Hilfeleistung gegen Unbekannt. Es wurde ein Zeugenaufruf gestartet.

Rettungsgasse ist Pflicht

Rettungswagen auf dem Weg zu einem Unfall im Grünstreifen stecken Rettungsgasse Rettungsgasse
Bei dem Unfall war ein 44-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen mit seinem Auto auf ein Stauende gekracht. Die Wucht des Aufpralls schob mehrere Fahrzeuge aufeinander, sechs Menschen wurden verletzt. Der Wagen des 44-Jährigen blieb auf dem Dach liegen. Über zweieinhalb Fahrbahnen der dreispurigen Autobahn zog sich das Trümmerfeld hin.

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei Hohenwarsleben unter der Telefonnummer 039204/ 720 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Hilfeleistung: Das ist Pflicht
Laut Straßenverkehrsordnung müssen Beteiligte nach einem Unfall sofort halten, den Verkehr sichern und Verletzten helfen. Wer dies nicht tut, kann sich strafbar machen. Zur unterlassenen Hilfeleistung stellt Paragraf 323c Strafgesetzbuch klar: "Wer bei Unglücksfällen (...) nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten ist, (...) insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft." Ohne sich in Gefahr zu bringen, kann in der Regel jeder zumindest über 110 bei der Polizei oder 112 der Feuerwehr Hilfe organisieren.



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