Unfallforschung

Unfallforschung

— 09.05.2008

Besserer Schutz für die Schwachen

Mehr als 1400 Fußgänger und Radfahrer kommen jedes Jahr in den alten EU-14-Staaten bei Lkw-Unfällen ums Leben. Nun befasst sich die Europäische Union im Rahmen eines Großprojekts mit dem Thema Sicherheit.

Unfallforscher wollen die sogenannten schwachen Verkehrsteilnehmer bei Unfällen besser schützen. Das von der EU finanzierte Projekt APROSYS, an dem 50 europäische Unternehmen und Organisationen beteiligt sind, befasst sich unter anderem mit der Gefährlichkeit von Lkw bei Unfällen. Auf der DEKRA-Crashanlage in Neumünster wurde eine modifizierte Lkw-Front getestet. Sie soll Fußgänger bei einem Aufprall seitlich wegschleudern, damit sie nicht unters Fahrzeug geraten. Ebenfalls diskutiert werden nachträglich montierbare, energieabsorbierende Frontbügel für Lkw, seitliche LED-Warnleuchten oder weit heruntergezogene Karosserieschürzen.

Verbesserungspotenzial sehen Experten aber auch beim Pkw. Weil Radfahrer beim Crash häufig mit dem Kopf gegen die Winschutzscheibe prallen, fordert der niederländische Fahrradverband "Fietsersbond" jetzt die rasche Einführung des Frontscheibenairbags. Damit ließen sich bei Radfahrerunfällen allein in den Niederlanden jährlich rund 60 Tote und 1500 Schwerverletzte vermeiden.

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