Aktive Motorhaube bei Nissan

Unfallforschung bei Nissan

— 07.12.2007

Aufgeweichte Fronten

Im Herbst 2008 wird Nissan in Japan ein Fahrzeug mit aktiver Motorhaube für besseren Füßgängerschutz vorstellen. Besonders schwere Kopfverletzungen sollen deutlich minimiert werden.

Forscher der Nissan Motor Company entwickeln eine "weiche" Frontpartie für Limousinen, Coupés und Geländewagen. Bereits im Herbst 2008 wird das neue Skyline Coupé mit einer aktiven Motorhaube in Japan vorgestellt, weitere Modelle folgen laut Nissan kurzfristig. Mit der neuen Sicherheitstechnik soll die Zahl der Todesopfer und Schwerverletzten bei Verkehrsunfällen mit Nissan-Fahrzeugen im Vergleich zu 1995 halbiert werden. Dazu sind die Fahrzeugkanten im Frontbereich abgerundet und die Karosseriebleche an einigen Stellen mit Schaum-Pads unterlegt. Herzstück der Technik ist die aktive Motorhaube. Sie springt beim Zusammenstoß auf und erzeugt so einen schützenden Raum zwischen Unfallopfer und den harten Motorteilen darunter. Und das funktioniert in Sekunden-Bruchteilen: Registriert ein Sensor in der Stoßstange den Kontakt mit einem Passanten, wird das Scharnier der Motorhaube auf der Seite der Windschutzscheibe durch eine kleine pyrotechnische Ladung gesprengt und die Haube per Federkraft um etwa 15 bis 20 Zentimeter aufgestellt. Der weiter unten beginnende Stoßfänger erfasst den Passanten in Kniehöhe und hievt ihn so auf die schräg angestellte Motorhaube. Sie fängt ihn auf und lässt den Körper in Richtung Windschutzscheibe gleiten. Besonders schwere Kopfverletzungen sollen so vermieden werden. Neben der neuen Technik für mehr Fußgängerschutz setzt Nissan künftig auch auf vorausschauende Technologien, um es gar nicht erst zum Unfall kommen zu lassen.

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