Unfallhilfe: Ratgeber

— 14.08.2012

Wann ist Hilfe Pflicht?

Ein schwerer Unfall, eine Notsituation oder eine drohende Gefahr für Leib und Leben anderer – wohl niemand wünscht sich, damit konfrontiert zu werden. Doch will es das Schicksal so, muss man handeln.



Verkehrsunfall – und viele gaffen oder filmen, nur wenige helfen. Schlimm genug, wenn Gaffer Helfer behindern. Eine Katastrophe für Unfallopfer aber, wenn niemand hilft. Dabei gebietet nicht nur der Anstand Nothilfe, sie ist auch gesetzlich vorgeschrieben. Was dabei genau gilt, klären wir hier. Wann müssen Sie helfen? Die Verpflichtung zur Hilfe greift immer dann, wenn Menschen oder bedeutende Sachwerte in Gefahr sind oder in Gefahr kommen konnten. • Verkehrsunfall: Dabei sind die Zeugen sowie alle Unfallbeteiligten zur gegenseitigen Hilfe verpflichtet. Die Schuld am Unfall ist erst einmal belanglos. • Drohende Gefahr: Ein Gegenstand auf der Fahrbahn könnte gefährlich werden.

Überblick: News und Tipps zum Thema Verkehrsrecht

Erste Hilfe: Rettungsdecke aus dem Verbandkasten überlegen und den Betroffenen beruhigen – Hilfe ist unterwegs! Wichtig: nicht schweigen, sondern reden.

Dann muss man die Gefahr beseitigen, zumindest aber die Polizei informieren und andere Autofahrer warnen. • Autopanne: Bei einer harmlosen Autopanne, bei der keine Notsituation besteht, muss man dagegen nicht unbedingt eingreifen. • Wozu sind Helfer verpflichtet? Sie müssen nur insoweit helfen, wie es zumutbar ist. Ihr eigenes Leben müssen Sie nicht riskieren. Wohl aber leichtere eigene Verletzungen in Kauf nehmen. Der Helfer muss riskieren, etwa seine Kleidung zu ruinieren oder einen Geschäftstermin zu versäumen – Ausreden dieser Art gelten nicht. Wer nicht konkret hilft, hat sich mindestens zu vergewissern, dass es andere bereits tun. Wie sind Helfer versichert? Nothelfer stehen automatisch unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Rücksichtslosen Gaffern droht Arrest

Löschversuch: Auch wenn bedeutende Sachwerte gefährdet sind, ist Hilfe Pflicht. Ruinierte Kleidung und frische Feuerlöscherladung ersetzt die Versicherung.

Die tritt bei Verletzungen oder Sachschäden ein. Zudem muss derjenige, dem geholfen wurde, oder seine Versicherung Aufwendungen (etwa einen geleerten Feuerlöscher) oder Sachschaden ersetzen. Drohen Nothelfern bei Fehlern Strafen? Nein, wenn Laienhelfer bei ihren Rettungsmaßnahmen Fehler begehen, werden sie üblicherweise nicht bestraft. Helfer sollten aber möglichst klären, ob der Betroffene der angebotenen Hilfe auch zustimmt. Welche Strafen drohen bei unterlassener Hilfeleistung? Darauf stehen fünf Punkte in Flensburg und laut Strafgesetzbuch (Paragraf 323c) Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe. Und: Gaffern, die Rettungsmaßnahmen behindern, drohen ebenfalls Geldstrafen und Arrest.

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Autor: Roland Bunke

Stichworte:

Erste Hilfe Unfall

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