Unterwegs im neuen Mondauto

Mondauto Lunar Electric Rover (LER) Hauke Schrieber im  Mondauto LER

Unterwegs im neuen Mondauto

— 19.02.2009

Nächste Ausfahrt Luna

Vor 40 Jahren betrat der erste Mensch den Mond. Zwei Jahre später war dort oben das erste Auto unterwegs. Der Wagen für die nächste Mission wird gerade erprobt. AUTO BILD fuhr das Mondauto exklusiv auf dem NASA-Testgelände.

Houston, Texas. Johnson Space Center, Halle 9B. Hier parkt der LER, der "Lunar Electric Rover". Es ist der erste Prototyp jenes bemannten Mondautos der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA, mit dem die Astronauten im Jahr 2020 auf dem Erdtrabanten umherfahren sollen, um Fotos zu machen, Videos zu drehen, Gesteinsproben zu sammeln. Für eine derartige Mission braucht es das beste Auto des Universums. Weil alle anderen dort oben versagen würden. Bei Steinen so groß wie Kühlschränke und Kratern so tief wie Häuser. Der Lunar Electric Rover ist nicht zu vergleichen mit jenen Mondautos, mit denen die Astronauten auf den Missionen Apollo 15 bis 17 zwischen 1971 und 1972 über den Mond rollten. Der LER ist um einiges sicherer, bequemer und stärker als seine Vorgänger. Zwölf E-Motoren mit je acht PS treiben ihn an. Zum Vergleich: Das Auto der Besatzung von Apollo 15  besaß vier Radnabenmotoren mit je 0,25 PS.

Ich spüre den Mond so gut wie gar nicht unter mir. 1971 war das anders

Unser Mann auf dem Mond-Testgelände: Hauke Schrieber fuhr exklusiv für AUTO BILD das nächste Mondauto.

Den Steuerknüppel fest umkrallt, krieche ich im Elektroauto einen Übungsberg voller Gesteinsbrocken hoch. Die sechs Reifenpaare stehen in alle Himmelsrichtungen, jedes kann sich individuell um 360 Grad drehen. Alle sechs Füße, die zu den Doppelreifen führen, besitzen ein vollautomatisches Sperrdifferenzial, aktive Radaufhängungen, Federwege von 66 Zentimetern. Ich spüre den Mond so gut wie gar nicht unter mir. Vor 40 Jahren hörte sich das noch anders an. "Es fährt wie eine Mischung aus einem bockigen Pferd und einem Ruderboot auf rauer See", funkte Astronaut Jim Irvin 1971 an die Erde. Heute meldet AUTO BILD: Der LER fährt wie eine Mischung aus einem trägen Krebs und einem untermotorisierten Motorboot auf ruhiger See. Oder so ähnlich. Mehr dazu ab Freitag, 20. Februar, in AUTO BILD 8/2009.

Autor: Hauke Schrieber

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