Unwetter: Tornado zerstörte Autos in Bützow

Unwetter: Tornado zerstörte Autos in Bützow

— 06.05.2015

Enorme Schäden nach dem Unwetter

In der Kleinstadt Bützow blieb bei dem Unwetter "kein Auto heil". Auch in anderen Teilen Nord- und Ostdeutschlands kam es zu Verwüstungen.

Hier kommt die Unwetterfront gerade hinter einem Krabbenkutter über die Wesermündung bei Cuxhaven gerauscht.

(dpa/mas) Nach dem schweren Sturm in der Kleinstadt Bützow in Mecklenburg-Vorpommern dürfte der Schaden bei vielen Millionen Euro liegen. Davon sprach der Landrat des Kreises Rostock, Sebastian Constien (SPD). Das genaue Ausmaß der Schäden ließ sich am Mittwochmorgen (6. Mai 2015) aber noch nicht absehen. Bewohner Bützows sprachen nach dem Sturm am Dienstag von einem Tornado, der knapp zehn Minuten gewütet habe. 30 Menschen wurden leicht verletzt, eine Frau wurde in eine Rostocker Klinik gebracht. Noch in der Nacht seien drei Häuser wegen akuter Einsturzgefahr evakuiert worden, sagte Constien. Die Bewohner seien bei Verwandten und Bekannten untergekommen. In der Innenstadt sei kein Auto heil geblieben. Unzählige Häuser wiesen teils schwere Schäden auf.

Ein Toter und Behinderungen in Hamburg

Auch in anderen Gegenden Norddeutschlands sorgte die Unwetterfront, die am späten Nachmittag des 5. Mai 2015 durchzog, für Zerstörungen. In Hamburg wurde ein 26-Jähriger am Fischmarkt durch ein einstürzendes Vordach getötet worden. Die Teile seien am Dienstagnachmittag auf sein Auto gefallen und hätten den Mann eingeklemmt, sagte ein Polizeisprecher. Die schwangere Lebensgefährtin des Opfers, die ebenfalls im Wagen saß, kam verletzt in ein Krankenhaus. Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern und Starkregen ließen in der Hansestadt Bäume und Äste auf Straßen und Autos stürzen, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Dabei seien drei weitere Menschen in ihren Wagen eingeklemmt worden. Auch der Nahverkehr war eingeschränkt. In Lübeck drang Starkregen auch in das Holstentor ein und überflutete Teile des Museums, wie die Feuerwehr mitteilte. "Ebenso wurde das Dach des Heiligen-Geist-Hospitals durch Sturmböen beschädigt, so dass auch hier Regenwasser eindringen konnte." Die Einsatzkräfte pumpten das Wasser aus den Gebäuden. Am Nordlandkai stürzte ein Hafenkran auf ein Containerschiff. Menschen wurden nicht verletzt, hieß es.

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