Autohandel

Unzufriedene Händler

— 08.04.2008

Im Jammertal

Die deutschen Autohändler sind unzufrieden. Während die Gesamtzufriedenheit auf dem Niveau des Vorjahres blieb, bemängelt der Handel vor allem die sinkende Umsatzrendite.

Deutschlands Autohandel wähnt sich in einer Krise. Das geht aus einer Händlerzufriedenheitsstudie hervor, die das Institut für Automobilwirtschaft (IFA) im Auftrag von Eurotax-Schwacke erstellt hat. Während rund 1000 befragte Händler ihre Gesamtsituation nach dem Schulnotensystem mit 2,91 wie im Vorjahr (2,90) bewerteten, sank die Zufriedenheit mit der Umsatzrendite von 3,2 auf 3,8. Laut dem IFA sind die Erträge in den vergangenen zwei Jahren von 0,9 auf 0,5 Prozent gesunken. Damit waren 57 der Prozent der Händler und damit 20 Prozent mehr als 2006 "sehr unzufrieden". Nur 13 Prozent der Befragten erzielte eine Umsatzrendite von zwei Prozent oder mehr, die als Existenzsicherung gilt, 50 Prozent erreichten ein Prozent. An erster Stelle in Sachen Zufriedenheit rangiert Porsche, den zweiten Platz belegt Subaru vor BMW. Zu den Aufsteigern 2008 gehören Volkswagen, Saab, Chrysler, Nissan und Renault, zu den Absteigern Vorjahressieger Jaguar, Citroen, Lexus, Peugeot und Hyundai. Positiv bewerteten die Händler vor allem die Unterstützung durch die Hersteller im Gebrauchtwagenbereich.

Porsche macht die Händler glücklich

Mit der Note 2,27 (2007: 2,43) erobert Porsche die Spitze im Bereich der durchschnittlichen Zufriedenheit der Händler mit ihren Herstellern beziehungsweise Importeuren. Damit erreicht der Zuffenhausener Autobauer auch den ersten Platz bei den Nischenspezialisten. Subaru als Zweitplatzierter (2,40) bleibt trotz leicht verschlechtertem Niveau im Vergleich zu den Vorjahren nach wie vor Sieger bei den kleinen Importfabrikaten. Auf dem dritten Platz liegt die Marke BMW, die mit der gleichen Note wie im Vorjahr (2,42) wieder den Sieg bei den Premium-Herstellern erreicht. Im Bereich der deutschen Volumenhersteller konnte sich Volkswagen mit einer Gesamtnote von 2,74 im Vergleich zum Vorjahr (3,04) verbessern und somit den Sieger des vergangenen Jahres Opel (2,76) auf den zweiten Platz verweisen. Sieger bei den großen Importeuren ist wie im Vorjahr Toyota (Gesamtnote 2,64).

Laut IFA gibt es einen immer stärkeren Trend zum Mehrmarkenhandel: Verkauften 2006 nur 40 Prozent der befragten Händler mehrere Marken, waren es im Jahr 2008 bereits 52 Prozent. Die Zahl der Händler hat sich seit dem Jahr 2000 von 18.000 auf 9500 im vergangenen Jahr nahezu halbiert, binnen drei Jahren rechnet das IFA mit einem Rückgang auf 8000 Händler in Deutschland.




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