Delphi-Test zum autonomen Fahren

Update: Delphi-Test zum autonomen Fahren

— 25.03.2015

Autonom von Küste zu Küste

Zulieferer Delphi schickt in den USA ein autonom fahrendes Auto von Küste zu Küste. Mehr als 5500 Kilometer soll das Testfahrzeug "allein" bewältigen.

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US-Zulieferer Delphi will das Potenzial autonom fahrender Autos mit einer Langstreckenfahrt in den USA von der West- an die Ostküste beweisen. Dazu fährt ein umgerüsteter Audi SQ5 mehr als 5500 Kilometer überwiegend auf Highways von San Francisco bis nach New York, ohne dass die stets vorhandene Person auf dem Fahrersitz eingreift. Start war am 22. März 2015 an der legendären Golden-Gate-Brücke in San Francisco, pünktlich zum Start der New York Auto Show soll das Testauto am 3. April in New York ankommen. Dazu sind pro Tag über 420 Kilometer fällig. An Tag 3 meldete das Team von der Strecke den benötigten Wert in Meilen. Damit liegen sie gut auf Kurs und es bleibt Zeit für ein paar Betrachtungen entlang der Strecke.

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Im Display wird die aktuelle Verkehrssituation nach ständiger Analyse in Echtzeit dargestellt.

Der Audi SQ5 ist für die Fahrt von Küste zu Küste mit diversen Technikbausteinen von Delphi ausgerüstet. Neben Radarsensoren und Kamerasystemen kommen auch sogenannte Lidar-Sensoren zum Einsatz, die mit Lasertechnik arbeiten. Sie sollen ermöglichen, dass der Audi nicht nur allein im Stau zurechtkommt, sondern auch komplexere Aufgaben wie das Einfädeln auf einen stark befahrenen Highway oder das Überholen von langsameren Fahrzeugen problemlos schafft.

Audi A7 Piloted Driving Concept: CES 2015

Audi A7 Piloted Driving Concept: CES 2015 Audi A7 Piloted Driving Concept: CES 2015 Audi A7 Piloted Driving Concept: CES 2015
Auch das Passieren von Kreuzungen, die Fahrt im urbanen Raum und das automatische Parken werden erprobt. Das funktioniert aber nicht in allen Bundesstaaten, weil die Rechtslage zum autonomen Fahren in den USA nicht einheitlich ist. Deshalb wird Delphis Testauto die meiste Zeit auf Autobahnen oder Landstraßen verbringen.

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Autonomes Fahren: Nissan und Nasa kooperieren

Mit den gesammelten Daten will Delphi künftig besser auf verschiedene Lichtverhältnisse reagieren können.

Die gesammelten Daten – der Zulieferer spricht von mehr als zwei Terabyte – sollen hinterher auch helfen, die neue Technik besser an unterschiedliche Licht-, Straßen- und Wetterverhältnisse anzupassen. Die Fahrt von Küste zu Küste ist der bislang längste Test für ein autonomes Auto. Audi ließ 2014 bereits ein Testauto aus dem Silicon Valley nach Las Vegas rollen, Mercedes schickte eine autonome S-Klasse von Mannheim nach Pforzheim. Nissan kooperiert für künftige Roboterautos mit der Nasa, Zulieferer Continental forscht ebenfalls mit großem Eifer am autonomen Fahren. Außerdem soll in Deutschland laut Verkehrsminister Alexander Dobrindt eine Teststrecke auf der A9 in Süddeutschland entstehen. Wann wirklich die ersten autonomen Autos über die Straßen rollen, ist unklar, Experten rechnen mit fünf bis zehn Jahren.

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