Update Rolls-Royce Ghost auf der IAA 2009

Update Rolls-Royce Ghost auf der IAA 2009

— 07.09.2009

Jetzt schlägt's zwölf

Die Zeit des Wartens ist vorbei: Endlich gibt es alle Infos und Bilder des Rolls-Royce Ghost. Premiere feiert der Baby-Royce auf der IAA, bevor er Ende 2009 die Kundschaft verwöhnt.

Lange, wirklich sehr lange hat uns Rolls-Royce Appetit auf den Ghost gemacht. Die Briten unter BMW-Regie haben uns verschiedene Namen präsentiert und Fotos nur ausschnittsweise gezeigt. Jetzt ist die Geiheimniskrämerei vorbei, wir dürfen den Basis-Rolls bereits vor der IAA in seiner ganzen Pracht betrachten. Und das Prinzip "Liebling, wir haben den Phantom geschrumpft" greift zu 100 Prozent. Gut, der Gost hat ein paar kindliche Rundungen mehr als der große Bruder, ohne dass es als Babyspeck durchgeht. Wobei das Leergewicht von 2435 Kilo auf den ersten Blick schon den Diätberater auf den Plan rufen dürfte. Aber wir sprechen hier immer noch von einem Riesenbaby. 5,40 Meter misst der Rolls-Royce für Selbstfahrer, der Radstand von 3,29 Meter gibt gleichzeitig eine Lümmel-Garantie für die Fond-Passagiere.

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Der kleinste Rolls-Royce ist zugleich der stärkste: Der Ghost wird von einem neuen 6,6-Liter-V12 befeuert, der stramme 570 Pferdchen mobilisiert. So sprintet er in 4,9 Sekunden auf 100 km/h und wird bei Tempo 250 elektronisch eingebremst. 780 Newtonmeter Drehmoment sind über jeden Zweifel erhaben, eine Automatik von ZF sortiert acht Stufen und leitet die Kräfte an die Hinterachse. Im Vergleich zum größeren Phantom kommt der Ghost also deutlich sportlicher daher, ohne dabei die klassische britische Eleganz einzubüßen. Details wie die zweifarbige Lackierung oder den Windschutzscheibenrahmen aus gebürstetem Aluminium übernimmt der Ghost vom Phantom, genau wie die gegenläufig angeschlagenen Hecktüren. Hinten sorgt eine armdicke Chromleiste für einen glänzenden Abschluss, zwei trapezförmige Auspuffrohre sind in den Stoßfänger integriert.

Platz fast wie in einem Phantom

Hier müsste einige Kälbchen ihr Leben lassen, das verarbeitete Holz reicht gefühlt für eine Schrankwand.

Obwohl der Ghost fast einen halben Meter kürzer ist als der Phantom, soll er innen ähnlich viel Platz haben. Der Kofferraum taugt mit 490 Litern Volumen auf jeden Fall fürs große Reisegepäck. Serienmäßig rollt der Ghost auf 19-Zöllern und Reifen der Dimension 255/50, optional sind auch 20-Zoll-Alus mit 285er-Pneus zu haben. Wer nicht selbst fährt, darf im Fond auf Einzelsitzen thronen, sich von einer Vier-Zonen-Klimaanlage lederduftgetränkten Wind ums Näschen blasen lassen und (gegen Aufpreis) gekühlten Schampus aus der Bordbar schlürfen. Von dem 600 Watt starken Zehn-Kanal-Soundsystem mit 16 Lautsprechern gibt es dazu die entsprechende akustische Untermalung, während es sich der betuchte Kunde in Leder- und Holzambiente gemütlich macht. Im Fond kommt man vermutlich mit einer Flasche Champagner auf 100 Kilometern aus, der V12 genehmigt sich 13,6 Liter Super plus auf 100 Kilomter. Immerhin erfüllt er die Euro 5-Norm. Für ausreichende Reichweite sorgt der 82,5-Liter-Tank.

Technik von Mutter BMW

Der Fahrer profitiert von allerlei Technik-Highlights von Mutter BMW: Eine adaptive Luftfederung, eine Night-Vision-Kamera, die Hindernisse im Dunkeln erkennt, Head-up-Display, adaptives Kurvenlicht oder eine adaptive Cruise-Control mit Start-Stopp-Funktion unterstützen den Lenker des Baby-Royce nachhaltig. Das superedle Cockpit ist dem Fahrer zugewandt. Den Preis für so viel Luxus hat uns Rolls-Royce bereits verraten: 165.000 britsche Pfund rufen die Briten als Hausmarke, rund 213.000 Euro. Netto wohlgemerkt, ohne Steuern und Transport. Das läuft hierzulande auf einen Endpreis von 253.000 Euro hinaus. Dafür dauert es 20 Tage, bis ein Ghost fertig ist, 2000 Arbeitsschritte sind laut Rolly-Royce notwendig. Im Vergleich zum Phantom ist er immer noch ein Schnäppchen in der Champagner-Liga. Denn der kostet ab 340.000 Euro.

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