Urteil der Woche

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— 19.10.2004

Sicherheitstraining mit Vollkasko

Wer sein Auto bei einem Fahrsicherheits-Training beschädigt, genießt nach einem Urteil des OLG Karlsruhe vollen Versicherungsschutz.

Der Schutz der Vollkasko-Versicherung umfaßt auch die Teilnahme an einem Fahrsicherheits-Training und die möglicherweise entstehenden Schäden. Dies betont das Oberlandesgericht Karlsruhe (OLG) in einer Entscheidung, auf die der Deutsche Anwaltverein hinweist.

Der Kläger war in dem zugrunde liegenden Fall mit seinem Maserati bei einem Sicherheitstraining auf dem Hockenheim-Ring verunglückt. Das Fahrzeug erlitt dabei einen Totalschaden. Die Versicherung weigerte sich zu zahlen. Das OLG Karlsruhe sprach dem Eigentümer jedoch Schadenersatz zu. Die Richter unterschieden in ihrem Urteil (Az. 12 U 85/04) zwischen einem Training zu einer Veranstaltung, "bei der es auf Erzielung einer Höchstgeschwindigkeit ankommt", und einem "normalen" Sicherheitstraining.

Übungsrunden für eine Rennveranstaltung unterliegen demnach dem in den Kaskobedingungen festgelegten Risikoausschluß. Die Versicherung muß dann den Schaden nicht übernehmen. Ein Training zur Verbesserung der Fahrsicherheit dagegen sei, auch wenn es auf einer Rennstrecke stattfinde, vom Vollkasko-Versicherungsschutz umfaßt.

Mit anwaltlicher Hilfe kann man seine Chancen in einem Prozeß feststellen lassen. Bei der Deutschen Anwaltauskunft kann man sich unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer 01805/ 18 18 05 (12 Cent/Minute) Verkehrsrechts-Anwälte nennen oder direkt mit einem Rechtsanwalt in der Nähe verbinden lassen. Oder man sucht einfach hier – im Internet.

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