Urteil der Woche

Urteil der Woche

— 12.10.2005

Unfallopfer Bargeld

Wer nach einem Autounfall Bargeld vermit, sollte die gegnerische Versicherung sofort informieren sonst gibt's keinen Ersatz.

Wer unverschuldet in einen Verkehrsunfall verwickelt war und erst nach mehreren Tagen feststellt, da aus dem Fahrzeug Bargeld verschwunden ist, geht leer aus. Von einem entsprechenden Urteil des Oberlandesgerichts Kln berichten die Verkehrsanwlte (Az. 6 U 139/04).

Im vorliegenden Fall wurde der Mann der Klgerin bei einem schweren Unfall verletzt. Verursacher war ein anderer die Schuldfrage war also geklrt. Die Klgerin behauptete, da ihr Ehemann zum Unfallzeitpunkt 42.000 Euro Bargeld mitgefhrt habe, das nun verschwunden sei. Sie verlangte von der gegnerischen Versicherung Schadensersatz.

Nachdem ihr die erste Instanz noch Recht gegeben hatte, scheiterte die Klgerin vor dem Oberlandesgericht Kln. Unstrittig sei zwar, da der Ehemann das Geld mit sich gefhrt habe, es gebe jedoch keinen "Anscheinsbeweis" dafr, da der Betrag ausgerechnet beim Unfall verloren gegangen sei. Der Verlust sei nmlich erst fnf Tage nach dem Crash bemerkt worden zwischenzeitlich war der Mann im Krankenhaus und danach einige Tage zu Hause geblieben.

Der Diebstahl im Krankenhaus oder in der eigenen Wohnung liege als Schadensursache genau so nahe wie ein Verlust beim Unfallgeschehen, begrndete das Gericht seine Entscheidung. Fazit: Fr die 42.000 Euro mute die Versicherung keinen Ersatz leisten.

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Autor: Michael Vo

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