US-Absatz deutscher Hersteller im Mai

US-Absatz deutscher Hersteller im Mai

US-Absatz deutscher Hersteller im Mai

— 04.06.2002

Nur BMW gibt mächtig Gas

Von wegen Wonne-Monat: Bis auf BMW litten alle deutschen Hersteller unter dem schwachen US-Automarkt.

Glänzende Verkaufszahlen bei BMW

Der lahmende amerikanische Automarkt trifft auch die deutschen Hersteller: Bei Volkswagen, Porsche und Mercedes-Benz gab es im Mai dieses Jahres leichte Rückschläge. Der Audi-Absatz stagnierte. Nur BMW konnte zulegen. Schwacher Trost: Auch die führenden US-Hersteller General Motors und Ford verkauften deutlich weniger Autos. Dank eines Höhenflugs des neuen Siebeners, des X5-Geländewagens und des in den USA jüngst eingeführten Mini verbucht BMW im Mai einen Absatzanstieg von fast 17 Prozent. 23.624 Autos wurden verkauft – Rekordergebnis für die Bayern. Insgesamt lieferte BMW of North America in den ersten fünf Monaten 102.010 Autos aus – auch dies ein Plus von 17 Prozent.

Bei Porsche rollten im Mai 2242 Sportwagen vom Händlerhof – sieben Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Der 911er-Absatz lief auf Hochtouren, während der Boxster-Verkauf deutlich rückläufig war. Porsche Cars of North America hat seit Jahresbeginn 9293 Autos ausgeliefert gegenüber 11.141 in den ersten fünf Monaten 2001. Mercedes-Benz verkaufte im Mai 18.074 Autos – ein Minus von 6,2 Prozent. Das Unternehmen hat allerdings in den ersten fünf Monaten dieses Jahres insgesamt um 4,7 Prozent auf 87.768 Neuwagen zugelegt. Einen deutlichen Verkaufsauftrieb verspricht sich Verkaufschef Keith May von der bald auf den US-Markt kommenden neuen E-Klasse.

GM und Ford im Absatz-Minus

Volkswagen of America verkaufte im Mai 32.109 Autos (minus 6,7 Prozent). Die amerikanische VW-Tochter brachte seit Jahresbeginn 137.360 Autos an den Mann – 0,9 Prozent weniger als in den ersten fünf Monaten 2001. Der Beetle-Absatz ging zurück, Golf, Jetta und Passat konnten zulegen. Zwar stagniert der Audi-Absatz mit 7710 Autos im Mai (Vorjahresmonat: 7719), doch Audi of America hat seit Anfang des Jahres 34.896 Autos verkauft, ein Plus von 2,7 Prozent.

Die US-Hersteller hat die Mai-Flaute (Gesamtmarkt minus sechs Prozent) ungleich härter getroffen: Branchenprimus General Motors (GM) verzeichnete einen Rückgang um zwölf Prozent auf 403.036 Fahrzeuge. Der Absatz von Ford sank um 11,5 Prozent auf 329.903. Von den "big three" konnte lediglich Chrysler zulegen, und zwar um 4,4 Prozent auf 216.563 Wagen.

Trotz der schlechten Zahlen schauen die großen US-Autokonzerne optimistisch in die Zukunft. General Motors hat seine Gewinnprognose für das zweite Quartal und das Gesamtjahr deutlich nach oben korrigiert. Hoffentlich kein Irrtum: Auf das Gesamtjahr hochgerechnet würden die Mai-Zahlen einen Absatz von 15,7 Millionen Fahrzeugen bedeuten. Der niedrigste Stand seit 1998. (autobild.de/dpa)

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