US-Absatz im Juli 2008

US-Absatz im Juli 2008

— 05.08.2008

Deutsche trotzen dem Trend

Während die US-Autobauer im Juli weiter in einem Jammertal steckten, steigerte das Gros der deutschen Hersteller den Absatz. Lediglich Porsche und Audi mussten Federn lassen, im Vergleich zu GM fiel das Minus jedoch gering aus.

(dpa) Die deutschen Autobauer haben im Juli dem Abwärtstrend auf dem US-Markt erneut getrotzt. Daimler, Volkswagen und BMW legten gegen den Trend zu. Bei Audi und Porsche ging es beim Absatz zwar nach unten, aber deutlich geringer als bei den US-Konkurrenten. General Motors (GM), Ford und Chrysler verzeichneten erneut deutliche Absatzeinbrüche. Beim japanischen Konkurrenten Toyota, inzwischen Nummer zwei auf dem US-Markt, gingen die Verkaufszahlen ebenfalls kräftig zurück. Vor allem Daimler glänzte mit einem zweistelligen Plus: Die Stammmarke Mercedes-Benz legte gegenüber dem Vorjahresmonat um zwölf Prozent auf fast 21.000 Neuwagen zu. Einschließlich dem in den USA neu eingeführten Zweisitzer Smart stieg der Absatz sogar um ein Viertel auf über 23.000 Fahrzeuge. VW legte um vier Prozent auf knapp 20.000 Autos zu, BMW um zwei Prozent auf 29.000 Fahrzeuge. Dabei gewann aber nur der Mini hinzu. Seine starken Zuwächse konnten den leichten Rückgang bei der Marke BMW mehr als ausgleichen. Bei der VW-Tochter Audi ging der Absatz dagegen um 4,5 Prozent auf 6800 Fahrzeuge zurück. Porsche verkaufte in den USA 3100 Sport- und Geländewagen, drei Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Pick-up-Absatz bricht ein

Einen herben Rückschlag verbuchte dagegen Marktführer GM: Der Absatz auf dem Heimatmarkt brach um 27 Prozent auf 235.000 Fahrzeuge ein. Damit litt GM deutlich stärker als die Hauptkonkurrenten Ford und Toyota. Die Japaner verkauften mit gut 197.000 Fahrzeugen zwölf Prozent weniger in den USA als ein Jahr zuvor, bei Ford ging der Absatz um 13 Prozent auf 156.000 Neuwagen zurück. Bei Chrysler sank der Absatz mit 29 Prozent auf 98.000 Fahrzeuge dagegen noch stärker als bei GM. Vor allem schwere Geländewagen und Pick-up-Trucks verkauften sich weiter schleppend. Allein beim meistverkauften Ford-Modell, dem Pick-up-Truck der F-Serie, brach der Absatz um ein Fünftel ein. Chrysler verbuchte bei seinem Pick-up-Truck Dogde Ram sogar einen Einbruch um mehr als ein Viertel auf gut 21.000 Wagen. Punkten konnten die Autobauer dagegen mit Klein- und Kompaktwagen: Toyota Corolla, Ford Focus, VW Golf und der Mini verkauften sich deutlich besser als vor einem Jahr. Auch der Smart von Daimler kommt in den USA weiter gut an. Im Juli wurden hier von dem Zweisitzer fast 2600 Wagen ausgeliefert. Seit Markteinführung im Januar lieferte Daimler 14.000 Smart in die USA.

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