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US-Autobauer vor dem Aus?

— 12.12.2008

Rettungsplan abgelehnt

Die milliardenschwere Finanzhilfe der US-Regierung für die drei großen US-Autobauer ist vorerst gescheitert. Die Gewerkschaften lehnten Lohnkürzungen ab. GM und Chrysler droht das Aus.

Nach elfstündigem Verhandlungsmarathon ist der 14 Milliarden Dollar schwere Rettungsplan für die US-Autoindustrie im US-Senat gescheitert. "Es ist aus damit", sagte der Mehrheitsführer der Demokraten, Harry Reid, im Anschluss an die Sitzung in Washington. Damit ist das Schicksal der vom Bankrott bedrohten Branchenriesen General Motors (GM) und Chrysler ungewiss. Die Einigung im Senat scheiterte an der Weigerung der Auto-Gewerkschaften, die von den Republikanern geforderten tiefgreifenden Lohnkürzungen zu akzeptieren. Damit sollten die Lohnkosten auf das Niveau der japanischen Anbieter in den USA gesenkt werden. Die Gewerkschaftsvetreter wollten frühestens 2011 Lohnkürzungen hinnehmen.

Auch das Flehen Obamas bleibt wirkungslos

Bis zur Zusammenkunft des neuen Senats im kommenden Jahr werde es "keine weiteren Arbeiten" an dem Rettungsplan geben, so Reid weiter. GM und Chrysler hatten angekündigt, ohne eine Finanzspritze bereits Ende des Jahres zahlungsunfähig zu sein. Vergeblich forderte der künftige US-Präsident Barack Obama zuvor die Senatoren auf, die US-Autohersteller zu retten. "Wir können nicht einfach daneben stehen und zuschauen, wie die Industrie zusammenbricht", sagte er. Mit der geplanten Finanzhilfe hätte der Branche eine Atempause verschafft werden sollen. Unter anderem sollte ein sogenannter "Auto-Zar" ernannt werden, der die vom Kongress verlangte Umstrukturierung und Sanierung der Unternehmen überwacht. Dieser Auto-Zar hätte die Autobauer notfalls auch in ein Insolvenz-Verfahren zwingen können.

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