US-Automarkt

US-Automarkt

— 03.04.2002

Absatz zurückgegangen

Der Autoabsatz in den USA ist im März um 1,6 Prozent auf 1,52 Millionen Fahrzeuge gesunken.

Wie die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag (2.4.) unter Berufung auf das US-Marktforschungsinstituts Autodata Corp berichtete, waren ein Jahr zuvor noch 1,6 Millionen Pkw verkauft worden. Im ersten Quartal 2002 sank der Autoabsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,3 Prozent. 2001 hatten die Autohersteller mit einem Gesamtabsatz von 17,2 Millionen als zweitbestes Jahr ihrer Geschichte beendet.

Betroffen von den sinkenden Verkaufszahlen waren vor allem US-Autohersteller wie Ford und General Motors sowie die deutsch-amerikanische DaimlerChrysler. Mitbewerber aus Japan und Deutschland konnten dagegen ihren Absatz steigern und ihre Marktanteile ausbauen. Volkswagen legte im März um drei Prozent zu auf 31.600 Einheiten, verkaufte im ersten Quartal 75.035 Fahrzeuge (Vorjahreszeitraum: 75.027). BMW steigerte das Märzergebnis - nicht zuletzt dank des frisch eiingeführten neuen Mini - um 18,6 Prozent auf 20.500 Autos; aufs Quartal gerechnet macht das ein Plus von 16,3 Prozent (54.400 Fahrzeuge).

Als Grund für den Verkaufsrückgang bei den US-Marken nannten die Markforscher die gesunkene Nachfrage von Seiten der Autovermieter in den USA. Auch hätten die Kaufanreize der Hersteller weniger Wirkung gezeigt als erhofft. Um der Nachfrageschwäche nach den Terroranschlägen im September entgegenzuwirken, hatten die US-Autoproduzenten den Kunden die zinslose Finanzierung ihrer Fahrzeuge angeboten.

Dennoch verkaufte Ford im März mit knapp 330.000 Fahrzeugen zwölf Prozent weniger als im Vorjahr. Der weltgrößte Autohersteller General Motors verzeichnete einen Absatzrückgang um zwei Prozent auf 420.000 Pkw. DaimlerChrysler konnte zwar den Absatz seiner Marke Mercedes-Benz um 5,6 Prozent steigern, musste aber bei der US-Sparte Chrysler einen Rückgang um vier Prozent auf 217.000 Fahrzeuge hinnehmen. Deutlich besser schlugen sich die Mitbewerber aus Japan und Deutschland. Toyota verkaufte vier Prozent mehr Pkw als im Vorjahr, Honda zwei Prozent. Volkswagen steigerte seinen US-Absatz im März um sieben Prozent. Den deutlichsten Absatzanstieg verzeichnete BMW mit einem Plus von 14 Prozent.

Ähnlich verlief die Entwicklung bei den Marktanteilen. Die US-Hersteller verloren drei Prozentpunkte auf 61,8 Prozent. Ihre Mitbewerber aus Asien legten 2,2 Prozentpunkte auf 31,3 Prozent zu. Europäische Autohersteller bauten ihren Marktanteil auf knapp sieben Prozent aus, ein leichtes Plus von fast einem Prozentpunkt.

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