US-Automarkt

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— 02.12.2004

Absatzflaute in Amerika

Ohne Rabatte laufen den deutsche Herstellern in Amerika die Kunden weg. Nur bei DaimlerChrysler kommt noch Kauffreude auf.

Schlechte US-Verkaufszahlen der deutschen Automobilhersteller im November: Nach dem Rückzug aus der Rabattschlacht mußten fast alle Hersteller deutliche Einbußen hinnehmen. Analysten gehen vom Gewöhnungseffekt aus – Kunden kaufen weniger, wenn nach einer Rabattphase wieder Listenpreise verlangt werden. Und warten auf neue Rabatte.

Volkswagen als volumenstärkster Anbieter mußte die meisten Federn lassen. Der Absatz von 17.224 Fahrzeugen im November 2004 bedeutet gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresmonat ein Minus von 40 Prozent. VW-Tochter Audi meldet dagegen nur einen marginalen Rückgang. Der Absatz der Ingolstädter hat sich im vergangenen Monat von 7107 im Vorjahresmonat auf 6879 Einheiten verringert.

Porsche hat trotz steigender Verkäufe seines Cayenne insgesamt einen Absatzrückgang um vier Prozent auf 2547 Fahrzeuge zu verkraften. Grund dafür ist die gesunkene Nachfrage nach dem Boxster, bei dem der Nachfolger erst im Januar 2005 bei den amerikanischen Händlern steht.

Der BMW-Gruppe ging es im Berichtsmonat nicht viel besser. 24.095 Einheiten bedeuten ein Minus von ebenfalls vier Prozent. Zwar konnte der Mini leicht zulegen und der Absatz der sportlichen Geländefahrzeuge X5 und X3 verdoppelte sich auf fast 8000 Einheiten. Aber dafür gingen die Zahlen der BMW-Limousinen (3er, 5er und 7er) deutlich auf 12.796 zurück. Das entspricht einem Minus von knapp 30 Prozent.

Einzig der Stuttgarter Dauerrivale konnte auf dem amerikanischen Markt zulegen: Der DaimlerChrysler-Konzern verzeichnete mit 183.112 verkauften Fahrzeugen ein Plus von fast vier Prozent, das sowohl auf das Konto von Chrysler als auch von Mercedes-Benz ging.

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