Autohandel

US-Automarkt

— 02.10.2008

Finanzkrise drückt den Umsatz

Die Finanzkrise schlägt auch auf den US-Automarkt. Im Ursprungsland des Bankendesasters mussten die Hersteller im September herbe Verluste einstecken. Besonders hart traf es Porsche und Ford mit 44 bzw. 34 Prozent Absatzrückgang.

Die Autohersteller haben im September 2008 auf dem US-Markt einen kräftigen Absatzeinbruch erlitten. Grund ist die Zurückhaltung der Verbraucher angesichts von Finanzkrise und hohen Spritpreisen. Auch die deutschen Konzerne konnten sich diesem Trend nicht entziehen. So musste die BMW-Gruppe einen Absatzrückgang um rund 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat hinnehmen. Bei Daimler ging der Absatz bei der Kernmarke Mercedes-Benz um 16,4 Prozent zurück. Noch härter traf es Porsche, Ford und auch Toyota. Volkswagen verzeichnete einen merklichen Rückgang, allerdings fiel das Minus nicht so deutlich aus wie bei anderen Konzernen.

September 2008: VW, Audi und BMW im Absatz-Minus

Die Verkäufe der Kernmarke VW seien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,4 Prozent auf 17.109 zurückgegangen, teilte der Konzern am mit. Durch gute Ergebnisse zu Jahresbeginn ergebe sich von Januar bis September 2008 allerdings noch ein leichtes Plus von 0,2 Prozent. "Das ist die schwierigste Wirtschaftslage, die wir seit langer Zeit gesehen haben", sagte der für das US-Geschäft zuständige VW-Manager Mark Barnes. Tochter Audi konnte sich etwas besser halten. Insgesamt lieferte Audi of America im September 7584 Fahrzeuge aus, 5,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Schlechter lief es für BMW. Insgesamt seien 18.506 Fahrzeuge der Marken BMW und Mini verkauft worden, 25,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, so der Hersteller. Im bisherigen Jahresverlauf 2008 lag der US-Absatz damit in diesem Jahr bei 236.327 Fahrzeugen – ein Minus von 4,8 Prozent.

Porsche muss einen Rückgang um 44 Prozent einstecken

Auch Konkurrent Daimler konnte jenseits des Atlantiks nicht glänzen. Insgesamt habe die Marke in dem Monat in den USA 18.779 Fahrzeuge verkauft, teilte der Konzern mit. Das sind 16,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der US-Gesamtabsatz 2008 lag bei 177.298 Fahrzeugen, ein Rückgang von 1,6 Prozent. Bei Porsche setzte sich der Abwärtstrend auf dem wichtigen Nordamerika-Markt fort. Die Verkäufe seien im September um 44 Prozent auf 1558 zurückgegangen, hieß es in Stuttgart. 1458 Wagen wurden in den USA ausgeliefert, 100 in Kanada. Porsche begründete den Rückgang vor allem mit dem Modellwechsel beim Klassiker 911. Die neue Generation war erst am 20. September 2008 herausgekommen.

Die US-Konzerne konnten ihren Heimvorteil nicht nutzen. Bei Ford brach der Absatz um 34,6 Prozent auf 120.788 Fahrzeuge ein. Nicht viel besser erging es General Motors: Insgesamt habe der Konzern in dem Monat 282.806 Fahrzeuge ausgeliefert, 16 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Auch Toyota musste einen Absatzrückgang um 29,5 Prozent auf 144.260 Fahrzeuge hinnehmen. Die hohen Benzinpreise machen den Amerikanern zu schaffen: Bei den beiden US-Konzernen und den Japanern entpuppten sich vor allem spritfressende Pick-ups und Geländewagen als Ladenhüter.

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