US-ChampCar-Serie 2005

US-ChampCar-Serie 2005

— 07.06.2005

Drehwurm in der "Monster Mile"

Timo Glock bekam bei seiner Premiere im Oval in Milwaukee/Wisconsin (USA) direkt die Tcken der "Nudeltpfe" zu spren.

"Wenn ich berlege, wie ich hier freitags angefangen habe, bin ich mit dem Ergebnis noch zufrieden", resmiert Speed-Academy-Botschafter Timo Glock (23) nach dem neunten Platz in Milwaukee/Wisconsin (USA). Seine Oval-Premiere in der "Monster Mile", so nennen die Amerikaner die Highspeed-Strecke, hat sich der ChampCar-Pilot aber ein wenig anders vorgestellt. Es war die Rckkehr an den Ort seines schlimmsten Unfalls. Beim Test der Neulinge am 3. Mai 2005 war er mit 300 km/h in die Mauer gekracht und hatte sich das Schlsselbein gebrochen.

31 Tage danach rast er wieder an der Unfallstelle vorbei. "Die ersten paar Runden war es komisch, da vorbeizufahren", gibt Timo Glock zu, dem das angeknackste Schlsselbein keine Sorgen mehr bereitet. Dafr aber sein 750 PS starker Lola-Cosworth. "Das Set-up vom Test funktionierte nicht mehr, weil es am Rennwochenende wrmer war", berichtet Glock. Der Wagen untersteuert nur Startplatz 14. Der komplette Umbau des Autos zeigt nicht die gewnschte Wirkung. "Jetzt war es so leicht auf der Hinterachse, da ich beinahe wieder in der Mauer gelandet wre. Das war eine Katastrophe", zrnt der Rocketsport-Pilot. Und bremst sich gleich: "Aber das ist halt Oval, wenn man keine Erfahrung hat."

Frs Rennen, 221 Runden mit durchschnittlich 209 km/h, tfteln Glock und Ingenieur David Watson dann die richtige Abstimmung aus. "Aber ich habe 30 Runden gebraucht, um ein Gefhl fr das Auto zu bekommen. Ein Ovalrennen kann man mit nichts vergleichen", sagt der Hesse. Und Fehler werden sofort bestraft. Zum Beispiel im Kampf gegen Mario Dominguez um Platz acht. Glock dazu: "Einmal bin ich kurz von der Ideallinie abgekommen auf die schmutzige Spur. Ich mute Gas wegnehmen. Da habe ich schon mal zwei bis drei Sekunden verloren. Und die Reifen brauchen dann zwei Runden, um sich davon wieder zu erholen." Bei 22 Sekunden pro Runde mit ber 260 km/h, da kann man schon mal das Gefhl frs Tempo verlieren. "Beim Boxenstopp htte ich fast einen Mechaniker umgefahren, weil ich dachte, ich stehe schon", gesteht Glock.

Die Nachwirkungen im "Nudeltopf" seien auch auergewhnlich: "Nach dem Rennen bist du voll benebelt. Ich mute mich erst mal 15 Minuten hinsetzen, weil sich alles gedreht hat. Ich hatte einen richtigen Rechtsdrall von den Fliehkrften." Nun freut er sich aufs nchste Rennen: "Ich bin froh, da das wieder auf einer normalen Rundstrecke luft."

Hier gibt es weitere Infos ber Timo Glock und die Speed Academy!

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