US-ChampCar-Serie 2005

US-ChampCar-Serie 2005

— 05.07.2005

Weiterhin kein Glück für Glock

Die US-ChampCar-Serie wird für Neuling Timo Glock immer mehr zur Geduldsprobe. Die Kolumne des Speed-Academy-Jurymitglieds.

Bloß nicht lockerlassen, ja nicht aufgeben! Zähne zusammenbeißen! Durchhalten bis zum Äußersten, das hat sich ABM-Pilot Timo Glock (23) auf seinem rasanten Aufstieg durch die Nachwuchsklassen bis hin in die Formel 1 stets zur Maxime gemacht. Doch nun, in der US-ChampCar-Serie, wird der superschnelle Hesse auf eine Geduldsprobe der besonderen Art gestellt. "Es ist schon frustrierend zu wissen, dein Auto ist gut genug für einen Podiumsplatz, um dann doch nur Zehnter zu werden", gesteht Glock.

Zweimal hintereinander ist ihm das nun passiert. Erst in Portland/Oregon und zuletzt in Cleveland/Ohio. Dort, auf dem schnellen Flugplatzkurs, war das Jurymitglied der Speed Academy, dem Förderprogramm der Deutschen Post für Nachwuchsrennfahrer, als Achter stramm auf dem Weg nach vorn. Doch dann das: "In der Runde, nach der ich zu meinem ersten Pflichtstopp reinfahren wollte, hat sich jemand gedreht und es gab eine Gelbphase, also generelles Überholverbot. Das bedeutet bei den Champ-Cars im Gegensatz zur Formel 1 aber auch, daß die Boxengasse gesperrt ist. Doch ich mußte trotzdem raus zum Tanken, mein Motor hatte schon Zündaussetzer", ärgert sich Glock.

Zur Strafe mußte er danach noch einmal langsam ohne Anhalten durch die Boxenstraße "schleichen". Und fand sich kurz vor Ende dieser Safetycar-Phase auf Rang 13 wieder. Als es endlich mit Vollgas weiterging, die nächste Panne. Glock dazu: "Tarso Marques, der mich schon anfangs aufgehalten hatte, drehte sich vor mir. Weil links kein Platz mehr zum Bremsen war, bin ich rechts durch die Wiese ausgewichen." Dabei wurde sein Lola-Cosworth des Teams Rocketsport zum XXL-Rasenmäher. Der frische Schnitt blieb in den vorderen Kühlhutzen der Bremsen hängen, fing dort beim nächsten Boxenbesuch sogar kurzfristig Feuer und störte nachhaltig das Fahrverhalten.

"Vorn ließ die Bremskraft so nach, daß bei jedem Tritt aufs Pedal das Heck überbremste und ausbrechen wollte", rapportiert Glock. Nach dem ersten Frust und dem heftigen Jetlag nach dem Rückflug in die Heimat gab er aber bald wieder Vollgas – auf dem Rennrad und an den Kraftmaschinen. Dann düste Timo Glock rüber nach England, um mit seinem dort beheimateten Renningenieur David Watson die Taktik fürs Toronto-Rennen (10. Juli) auszuknobeln. In Kanada soll endlich die Glückssträhne beginnen.

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