US-ChampCar-Serie 2005

US-ChampCar-Serie 2005

— 20.09.2005

Allrounder auf Heimatbesuch

Timo Glock bei der Formel 1, auf der IAA in Frankfurt und mit den Gedanken schon beim nchsten Ovalrennen in den USA.

Der Heimaturlaub rauschte fr Timo Glock wie im Flug vorbei. Und doch konnte er die Tage genieen. Grund: Die vielen Reaktionen auf sein groartiges ChampCar-Rennen in Montreal. Dort belegte er Platz zwei und verlor in seinem Rocketsports-Renner den Sieg erst in der letzten Runde. Denn er mute Oriol Servia kampflos berholen lassen, weil er zweimal eine Schikane verpat hatte. "Aber fr mich habe ich das Rennen gewonnen", sagt Glock selbstbewut. Sein SMS-Speicher quoll mit Glckwnschen ber, das Handy glhte frmlich. Und im Formel1-Fahrerlager von Monza wurde der 23jhrige herzlich begrt, wo er fr den TV-Sender Premiere als Co-Moderator arbeitete.

Auch die Speed Academy, die Nachwuchsfrderung der Deutschen Post, stand fr Jurymitglied Timo Glock auf dem Terminplan. Denn der dritte Wertungszeitraum ist abgeschlossen. Beim GP Belgien aber holte Glock die neue Motorsport-Heimat USA schon wieder ein. Mit Justin Wilson und ChampCar-Boss Kevin Kalkhoven traf er sich zum Geschftsessen mit Journalisten aus Europa. Nach zwei freien Tagen mit Freundin Franziska wechselte Glock zur IAA nach Frankfurt. Dann legte der neue Shooting-Star der US-Rennszene noch bei seinen Eltern in Wersau einen Stopp ein. "Dort bin ich mit einem Kumpel, frher mein Mechaniker, Kart gefahren", erzhlt er. Beim Weinfest in Wersau traf er noch alte Freunde zum Plausch: "Das ist immer schn."

Der nchste ChampCar-Lauf startet am 24. September in Las Vegas. Fr Glock wird es das zweite Oval-Rennen seiner Karriere. "Bis man sich an die Geschwindigkeit gewhnt hat, braucht man rund 50 Runden", so Glock und ergnzt, "Las Vegas ist extrem, weil es nur Vollgas geht." Mit rund 270 km/h im Schnitt. Problematisch gestalten sich die Boxenstopps. "Ich hatte beim Abbremsen berhaupt kein Gefhl mehr fr Geschwindigkeit und wute beim Stopp gar nicht, wann mein Auto noch aufgebockt war oder schon wieder Bodenkontakt hatte", erinnert sich Glock an sein Oval-Debt in Milwaukee (Platz 9) und an die spezielle Herausforderung: "Ich habe noch nie so um Hundertstelsekunden gekmpft. Es geht immer nur um Millimeter." Doch nicht nur das Fahren von Oval-Rennen hat Timo Glock in den USA gelernt. "Von der Mentalitt der Menschen kann man sich abschauen, wie man im Team arbeitet und sich durchsetzen mu. Heute wrde ich ganz anders in ein Formel-1-Auto einsteigen."

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