Chrysler

US-Regierung macht Druck

— 24.04.2009

Chrysler vor Insolvenz

Chrysler steht unmittelbar vor der Pleite. Bereits in der kommenden Woche könnte auf Druck der US-Regierung der Insolvenzantrag gestellt werden. Für die Gläubiger geht es um Milliarden.

Die US-Regierung bereitet für Chrysler einem Medienbericht zufolge die rasche Insolvenz vor. Der Insolvenzantrag vor Gericht könnte schon nächste Woche erfolgen, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf damit vertraute Personen. US-Präsident Barack Obama hatte Chrysler für einen endgültigen Sanierungsplan ein Ultimatum bis Ende April gestellt. Eigentlich sollte der Autobauer bis dahin auch den geplanten Einstieg des italienischen Fiat-Konzerns unter Dach und Fach bringen. Dieser würde nun im Insolvenzverfahren zu Ende verhandelt, so die Zeitung. Allein ist Chrysler nach Ansicht der Regierung nicht überlebensfähig. Fiat soll außerdem auch an einem Einstieg bei Opel interessiert sein.

Gläubiger fordern 4,5 Milliarden Dollar

Ungelöst sei allerdings noch der Streit mit den Gläubigern, denen Chrysler fast sieben Milliarden Dollar schuldet. Die Regierung hatte ihnen zuletzt nach Berichten die Rückzahlung von 22 Prozent der Summe in bar angeboten sowie für den Rest einen fünfprozentigen Anteil an Chrysler. Die Kreditgeber forderten dagegen eine rund dreimal so hohe Barzahlung von 65 Prozent – oder 4,5 Milliarden Dollar – plus 40 Prozent an Chrysler. Mit der Autogewerkschaft UAW habe das US-Finanzministerium dagegen bereits eine Einigung über ausstehende Forderungen an Chrysler erzielt. Die Milliardenansprüche zur Krankenversicherung von Betriebsrentnern seien geschützt, so das Blatt.

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