Vans: Pro und Kontra
Wer braucht schon Pampersbomber?

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Vans sind groß, praktisch und taugen für jede Lebenslage, das muss man ihnen lassen. Aber können die Pampers-Bomber einen echten Kerl auch wirklich glücklich machen?
"Wenn Männer plötzlich Vansinnig werden, stimmt was nicht",
findet Knut Simon.
Es gibt ja Menschen, die sich selbst mehr Bewegung verordnen und deshalb zum Sportwagen greifen. Das ist verständlich. Unbegreiflich hingegen ist mir der Umstand, dass Männer, denen der Umschwung von Porsche auf Pampers droht, gleich zur vermeintlichen Allzweckwaffe greifen: Sie werden Van-sinnig. Namen wie Touran lautmalen sie plötzlich mit "Tu rein", selig betrachten sie Autos von der Form kauernder Ratten, die man putzig "Carnival" taufte.
findet Knut Simon.
Es gibt ja Menschen, die sich selbst mehr Bewegung verordnen und deshalb zum Sportwagen greifen. Das ist verständlich. Unbegreiflich hingegen ist mir der Umstand, dass Männer, denen der Umschwung von Porsche auf Pampers droht, gleich zur vermeintlichen Allzweckwaffe greifen: Sie werden Van-sinnig. Namen wie Touran lautmalen sie plötzlich mit "Tu rein", selig betrachten sie Autos von der Form kauernder Ratten, die man putzig "Carnival" taufte.
Vans sehen aus wie Quallen

Bild: Angelika Emmerling

Bild: Angelika Emmerling
sagt Joachim Staat.
Auch ich bin als kleiner Junge im Käfer in den Urlaub gezuckelt. Mit zwei Geschwistern, eingepfercht zwischen Kühltasche und Koffer. Also bleibt mir weg mit "Es geht doch!" oder diesem affig-trendigen "Klein ist klug". Wenn du mit Familie in den Urlaub fährst – und ich meine echte Ferien, nicht das Wochenende zum Ponyhof –, dann rettet den Familienfrieden nur eins: Platz. Viel Platz für die Kinder heißt Ruhe auf der Rückbank, heißt Lächeln von der Ehefrau. Platz, wie ihn nur ein Van schenkt. Deshalb mag ich die Raumschiffe, die heute zu Unrecht als Pampersbomber oder Auto-Langweiler verschrien sind. Zugegeben, fahrdynamisch haben sie so viel Talent wie Robbie Williams als Babysitter. Aber ich will ja gerade Valium auf Rädern, fürs aufregende Bordprogramm sorgen schon die Gören. Und mit seinem Laderaum packt der Van jeden Kombi in die Tasche.
Meditation auf Rädern
Wie herrlich, einpacken ohne nachdenken, immer rein, immer rein! Warum also Schelte für eine Autogattung, die vor 20 Jahren beim Renault Espace noch Avantgarde war? Den VW Multivan, Traum aller Familien, finden alle wer weiß wie hipp. Okay, Vans dürften modischer, kantiger, eigenständiger aussehen als dieses ewige Zeppelin-Design. Ist mir am Steuer aber egal. Wer je im Ford Galaxy, VW Sharan oder der R-Klasse weit reisen durfte – ich empfehle: gern mal ohne Kinder –, entdeckt, wie tief Auto fahren entspannen kann, wenn man noch mehr Platz hat als im Maybach. Das ist Meditation auf Rädern – ooommm.
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