VDA: Subventionsforderung

Universal-Stecker für Elektroautos Rainer Brüderle

VDA fordert Subventionen

— 25.11.2010

Förderung von Batteriefabriken gefordert

Bislang lehnte die Bunderegierung die Förderung von Elektroautos ab. Nun hat der VDA eine neue Idee und fordert die staatliche Subventionierung von Batteriefabriken.

(dpa) Der Automobilverband VDA fordert die staatliche Förderung von Batteriefabriken, um den Rückstand der deutschen Autoindustrie beim Elektroauto wettzumachen. "Für die Entwicklung der Elektromobilität in Deutschland ist eine weltweit wettbewerbsfähige Batterie- und Zellproduktion entscheidend", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann dem "Handelsblatt" (25. November 2010). "Dazu ist eine intelligente Förderkulisse von Forschung, Entwicklung und Industrialisierung - auch von Pilotfertigungsanlagen - genauso wichtig wie die Stärkung der universitären Landschaft in der Elektrochemie", sagte Wissmann. Nötig seien "mehr als eine Batteriefabrik", um den Rückstand zu China und Japan aufzuholen und führend zu werden.

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Rainer Brüderle: "Es ist nicht Sache des Staates, das Konsumverhalten zu lenken."

Die Bundesregierung unterstützt bislang Forschung und auch Einzelprojekte zur Elektromobilität, lehnt aber eine direkte Förderung zur Entwicklung von Elektroautos, etwa durch Kaufanreize, ab. "Es ist nicht Sache des Staates, das Konsumverhalten der Bürgerinnen und Bürger mit Kaufprämien zu lenken. Das verzerrt den freien Wettbewerb", sagte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) der Zeitung. Kommende Woche legt die "Nationale Plattform Elektromobilität", auf die sich Bundesregierung, Autoindustrie und Energiewirtschaft im Frühjahr geeinigt hatten, ihren ersten Zwischenbericht vor. Bis zum Jahr 2020 sollen mindestens eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen fahren.

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Norbert Reithofer: "Die Elektromobilität kommt. Für Autohersteller, die da zögern wird es verdammt eng werden."

BMW-Chef Norbert Reithofer schlägt unterdessen eine steuerliche Bevorzugung für batteriebetriebene Firmenfahrzeuge vor. "Anstatt jetzt neue Maßnahmen zu erfinden, kann es intelligenter sein, heute schon vorhandene Steuern intelligent zu modifizieren – etwa wenn es um den Betrieb von Elektrofahrzeugen in Fuhrparks von Unternehmen geht",  sagte er in einem Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" (25. November). Deutschlands Autobauer müssten sich beeilen, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen, meint Reithofer. "Die Elektromobilität kommt. Für Autohersteller, die da zögern wird es verdammt eng werden", sagte er dem Blatt.  

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