Matthias Wissmann

VDA-Neujahrsempfang

— 21.01.2009

Vorsichtig optmistisch

"Vorerst keine Besserung in Sicht", so lautet die Prognose von VDA-Präsident Matthias Wissmann für das erste Halbjahr 2009. Doch danach sieht er ein schwaches Licht am Ende des Tunnels.

Normalerweise dient der Neujahrsempfang des Verbands der Automobilindustrie (VDA) dazu, Optimismus zu verbreiten und Rekordzahlen anzukündigen. Doch in Krisenzeiten gesteht auch VDA-Präsident Matthias Wissmann ein, dass Prognosen derzeit ausgesprochen schwierig sind. Niemand könne genau sagen, wie die nächsten Monate verlaufen werden, unterstrich er: "Es wird entscheidend darauf ankommen, ob und wie die milliardenschweren Konjunkturprogramme, die in Amerika, Europa und Asien geschnürt werden, ihre Wirkung entfalten. Aber auch unter der Voraussetzung, dass diese Instrumente greifen, werden wir mindestens im ersten Halbjahr 2009 mit großer Wahrscheinlichkeit weiterhin rückläufige Märkte haben." Mit ersten Anzeichen für eine Besserung sei frühestens im zweiten Halbjahr zu rechnen.

Lob für die Bundesregierung

Immerhin zeigte sich der oberste Sprecher der deutschen Autoindustrie zufrieden mit dem Krisenmanagement in Berlin. Mit dem Finanzmarktstabilisierungsgesetz und den beiden Konjunkturpaketen habe die Politik ein "klares Signal" gesetzt und Handlungsfähigkeit bewiesen, so Wissmann. Und mit dem Beschluss zur Neuregelung der Kfz-Steuer und der Umweltprämie habe die Bundesregierung erste wichtige Schritte eingeleitet, um die Erneuerung des überalterten Fahrzeugbestandes in Deutschland wieder in Gang zu setzen: "Die Kombination aus Bürgschaftsprogramm für Unternehmen, Reform der Kfz-Steuer und Umweltprämie kann nun dem Pkw-Inlandsmarkt Rückenwind geben und den Unternehmen helfen, die schwierige konjunkturelle Situation zu meistern. Zusammen mit der bereits beschlossenen Aussetzung der Kfz-Steuer für Euro 4- und Euro 5-Fahrzeuge ist jetzt die Zeit für den Verbraucher gekommen, die Steuervorteile und die günstigen Autopreise zu nutzen", sagte Wissmann. Endlich gäbe es Planungssicherheit für die Autokäufer.

Appell an die Banken

Um die Arbeitsplätze bei Herstellern und Zulieferern zu sichern, müssten aber auch die Banken ihren Beitrag leisten, nachdem die Regierung einen Rettungsschirm aufgespannt habe. "Jetzt geht es darum, dass alle Handelnden – Politik, Banken, Industrie – sich ihrer Verantwortung bewusst sind und einen guten Job machen. Nur dann besteht die Chance, dass die aktuelle Krise sich nicht über längere Zeit hinzieht, sondern dass wir die Talsohle vielleicht schon im zweiten Halbjahr durchschreiten könnten", betonte Wissmann.

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