VDA: Prognose Automarkt 2012

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VDA: Prognose Automarkt 2012

— 06.12.2011

"2012 wird ein hartes Arbeitsjahr"

Mit dem rasanten Wachstum von 2011 ist es für die Autoindustrie im kommenden Jahr vorbei. Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, sieht für 2012 wachsende Unsicherheiten.

(dpa) Nach einem Rekordjahr stellt sich die deutsche Automobilindustrie auf härtere Zeiten ein. Die Branche rechnet aber damit, die hohe Inlandsproduktion und das Exportniveau 2012 halten zu können. Dabei hilft der große Anteil von Fahrzeugen, die in prosperierende Länder außerhalb der Europäischen Union ausgeführt werden, sagte jetzt der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann. Die Autobranche erwartet 2011 Bestmarken bei Produktion, Export und Umsatz. Die Unternehmen dürften bis Jahresende rund 12,9 Millionen Personenwagen (Pkw) herstellen, gut 5,9 Millionen davon im Inland, das sind sieben Prozent mehr als 2010. In den Export gehen voraussichtlich 4,55 Millionen Fahrzeuge, auch das ein Anstieg um sieben Prozent. Der Umsatz von Herstellern und Zulieferern wird sogar um 13 Prozent auf 358 Milliarden Euro zulegen.

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In Deutschland werden nach Daten des Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in diesem Jahr rund 3,2 Millionen neue Autos zugelassen, zehn Prozent mehr als 2010. Bis Ende November waren es 2,93 Millionen Pkw. Im Rekordjahr 2009 wurden hierzulande 3,8 Millionen Autos verkauft. Die hohe Zahl kam damals durch die Abwrackprämie zustande. Nun bremse die Schuldenkrise in Europa und den USA die Dynamik, sagte Wissmann: "Wir erwarten mehr Gegenwind, 2012 wird ein hartes Arbeitsjahr." Wenn es gelinge, die Finanzmärkte zu stabilisieren, könne die Branche auch für 2012 zuversichtlich sein. "Die weltweite Nachfrage nach Autos steigt weiter", sagte er. Die deutsche Industrie sei so flexibel, dass sie Absatzrückgänge wie derzeit etwa in Südeuropa mit Zuwächsen in anderen Regionen ausgleichen könne.

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Die Zahl der Beschäftigten in Deutschland sollte im kommenden Jahr "stabil bleiben", sagte der VDA-Präsident. Die Stammbelegschaften wuchsen binnen Jahresfrist um 23.600 auf jetzt 730.000. Davon sind 410.000 bei den Fahrzeugherstellern beschäftigt, die übrigen bei Zulieferern und Produzenten von Anhängern und Aufbauten. Hinzu kamen mehr als 60.000 Zeitarbeiter. Wissmann hob hervor, dass die deutsche Autoindustrie global breit aufgestellt sei. Sie habe in diesem Jahr auf der ganzen Welt mit Ausnahme von Südamerika ihren Marktanteil ausgebaut. Die Auslandsproduktion werde 2012 weiter zunehmen. "Neue Werke wurden eröffnet, die Kapazitäten ausgebaut. Außerhalb Deutschlands ist China der bedeutendste Produktionsstandort unserer Hersteller."  Für Westeuropa hofft die Branche 2012 auf eine Stabilisierung des Absatzes auf dem Niveau von 2011, das bei rund 12,8 Millionen Fahrzeugen liegt. Auf dem US-Markt sei ein Verkaufsplus um fünf Prozent auf 13,4 Millionen Autos zu erwarten.

In den USA legten die deutschen Autobauer zum Jahresende noch einmal zu. Audi, Mercedes-Benz und Mini stellten für den November Absatzrekorde auf. VW verkaufte 28.400 Fahrzeuge seiner Stammmarke, was ein Plus von 41 Prozent bedeutet. Besonders stark legte der neu auf den Markt gebrachte US-Passat zu. Bei Mercedes-Benz verdoppelten sich die Verkäufe der C-Klasse dank eines Modellwechsels. Insgesamt wurde Mercedes-Benz samt der Tochter Smart 28.300 Autos los und damit 55 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. BMW kam samt der Kleinwagen-Marke Mini auf 26.300 Autos und damit auf ein Plus von 15 Prozent, wobei BMW um sieben Prozent und Mini um 71 Prozent zulegte.

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