VDA zieht Bilanz nach der IAA

VDA zieht Bilanz nach der IAA

— 24.09.2007

Die Faszination lebt

Angeblicher Käufer-Verunsicherung und CO2-Diskussion zum Trotz: Mit fast einer Million Besuchern war die IAA in Frankfurt wieder ein Besuchermagnet. Entsprechend zufrieden ist VDA-Präsident Matthias Wissmann.

"Diese 62. Internationale Automobil-Ausstellung für Pkw gehört zu den erfolgreichsten IAAs in der bisherigen Geschichte. Diese IAA zeigt: Die Faszination Auto ist ungebrochen. Die Menschen haben mit den Füßen abgestimmt. Mit nahezu einer Million Besuchern aus 125 Ländern hat diese IAA sogar das sehr gute Ergebnis des Jahres 2005 getoppt", zog VDA-Präsident Matthias Wissmann ein erstes Fazit. Insgesamt war es die zweithöchste Besucherzahl in der langen IAA-Geschichte. "Es gibt kein Produkt, das die Menschen mehr bewegt, das mehr Emotionen weckt, als das Automobil“, betonte Wissmann auf der IAA-Abschluss-Pressekonferenz in Frankfurt.

Auf viele Neuheiten müssen Kunden noch warten

88 Weltpremieren, davon allein 46 Fahrzeuge deutscher Hersteller, lassen die IAA als automobile Leitmesse in einem strahlenden Licht erscheinen. Doch viele der vorgestellten Technologien werden erst in zwei bis drei Jahren wirklich für den Kunden "käuflich" sein, das räumte auch der VDA-Präsident ein. Auf der Messe sei der Vorhang geöffnet worden für neue Technologien wie "Clean Diesel", optimierte Benzimmotoren oder zahlreiche Hybrid-Fahrzeuge. "Eines wurde auf dieser IAA ebenfalls deutlich: Ein solcher Technologie-Schub kann nicht aus dem Hut gezaubert werden. Er ist vielmehr das Ergebnis jahrelanger harter Entwicklungsarbeit, deren Früchte jetzt mit Händen zu greifen sind." Dass die deutschen Autobauer nicht immer führend sind bei zukunftsweisenden Technologien, versteht Wissmann als "große Chance für die Wettbewerbsfähigkeit dieser Industrie". "Wer sich schneller und ausdauernder auf den CO2-Marathon begibt, wird am Ende mit steigenden Marktanteilen belohnt und im internationalen Wettbewerb die Nase vorn haben." Er wiederholte auch seine Forderung, dass moderne Fahrzeuge nicht nur sauber sein müssen, sondern auch Fahrspaß verbreiten: "Der Kunde will kein Müsli-Auto, sondern ein erfolgreiches Auto muss sexy sein", so Wissmann.

Nach der IAA ist vor der IAA

Diese IAA sei politischer und internationaler als jede andere zuvor gewesen. Klimawandel, Kraftstoffeffizienz und CO2-Reduzierung setzten die politischen Themen. Davon lässt sich insbesondere die junge Generation der Autofahrer aber offensichtlich den Spaß am Auto nicht vermiesen. Der IAA-Besucher ist im Durchschnitt 34 Jahre alt. Zwei Drittel aller Messe-Gänger wollen wiederkommen. Und laut VDA-Umfrage plant vierte Besucher den Kauf eines Pkw in den nächsten sechs Monaten. Das klingt nach guten Aussichten für die Branche, spätestens 2008. "Nach der IAA ist vor der IAA", das betont auch Wissmann. Die 63. Auflage findet vom 17. bis 27. September 2009 wieder in Frankfurt am Main statt.

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