VDE: Neuer Batterie-Prüfstand

— 11.07.2012

Akkus im Crashtest

Das VDE-Institut hat in Offenbach ein neues Testzentrum für Batterien eröffnet. Auf mehr als 50 Einrichtungen können hier Lithium-Ionen-Akkus für Elektrofahrzeuge geprüft werden.



Das VDE-Institut hat in Offenbach am Main ein neues Batterie- und Umwelttestzentrum in Betrieb genommen. Auf mehr als 50 Einrichtungen können hier Lithium-Ionen-Akkus für Elektrofahrzeuge auf Sicherheit und Dauerfestigkeit getestet werden. Nachdem die Sicherheit von Elektrofahrzeugen durch brennende Akkus in den Fokus rückte, kommt das neue Testlabor genau zum richtigen Zeitpunkt.

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Die Prüfstände sind so dimensioniert, dass sie auch Lkw-Batterien mit bis zu 400 Kilogramm Gewicht inklusive Befestigungsmaterial und Abmessungen von bis zu 120 mal 120 Zentimetern aufnehmen können.

Elektroauto in China abgebrannt

Brennt er, oder brennt er nicht? Beim Aufprall auf einen Laternenpfahl erreicht dieser 150-Kilo-Akku eine Endgeschwindigkeit von rund 50 km/h.

Das Zentrum steht Automobilherstellern und Zulieferern, aber auch Forschungsinstitutionen und Behörden als Dienstleister zur Verfügung. Herz des neuen Prüfzentrums ist eine Anlage, in der das Batterieverhalten bei besonders schweren Unfällen untersucht werden kann. Dazu gehört ein Fallturm, in dem die zu untersuchende Batterie in bis zu zehn Meter Höhe aufgehängt und dann ausgeklingt wird. Beim anschließenden Aufprall auf einen auf dem Betonfundament liegenden simulierten Laternenpfahl erreicht der Akku eine Endgeschwindigkeit von rund 50 Kilometer pro Stunde. Er darf, um die Prüfung zu bestehen, anschließend nicht in Brand geraten.

Nissan Leaf und Co im Crashtest

Der Test wird mit einer Hochgeschwindigkeitskamera gefilmt und ermöglicht den VDE-Ingenieuren so eine detaillierte Auswertung. In einem anderen Gebäudeteil können Batterien mit definierten Kräften gequetscht oder durch das Eindringen eines Metalldorns zerstört werden. Zusätzlich werden auf weiteren Prüfständen die Temperatur- oder die Staubempfindlichkeit überprüft. Mechanische Belastungen, wie sie im Fahrzeug durch schlechte Straßen auftreten, werden mit einem großen Schwingungsprüfstand simuliert. Die Batterie ist bei diesem Test Kräften von bis zu 120 Kilonewton (entspricht zwölf Tonnen) ausgesetzt, deren Richtung in Sekundenbruchteilen wechselt.

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